Flugzeug von Volotea: Gerade nicht beliebt bei Italiens Luftfahrtbehörde.

Verspätungen und StreichungenItalien warnt vier Fluggesellschaften

Die italienische Luftfahrtbehörde hat einen Untersuchung gegen vier Airlines eingeleitet. Einer droht sie aufgrund von Verspätungen und Streichungen mit einem Betriebsstopp.

Top-Jobs

Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Jetzt reichts! So oder ähnlich müssen die Verantwortlichen bei der italienischen Luftfahrtbehörde Enac in den vergangenen beiden Wochen gleich zwei Mal gedacht haben. Am 2. August kündigte die Behörde an, nach Störungen an einigen italienischen Flughäfen in der ersten Hälfte des Sommers eine Untersuchung gegen vier Fluglinien einzuleiten: Blue Panorama, Ryanair, Volotea und Vueling.

Man werde sich ansehen, wie viele Flieger und Crews die Fluggesellschaften zur Verfügung haben, und prüfen, ob es nötig sei, die Angebote der Airlines zu reduzieren. Bei Volotea und Vueling werde man dabei mit der spanischen Luftfahrtbehörde zusammenarbeiten, bei Ryanair mit der irischen, so die Ente Nazionale per l'Aviazione Civile.

Etliche Beschwerden

Am 8. August legten die Italiener dann bei einer Airline nach. Man habe Volotea und die spanische Behörde informiert, dass man nach wiederholten Flugstreichungen, langen Verspätungen und Überbuchungen umgehend Korrekturen von der Fluglinie erwarte, teilte die Enac mit. Geschehe dies nicht, werde Volotea ab dem 15. September der Flugbetrieb und der Ticketverkauf in Italien untersagt.

Besonders fordert die Behörde von der spanischen Fluglinie, jede mögliche Maßnahme zu ergreifen, um den Ticketverkauf auf Kurs zu bringen und so das Problem der Überbuchungen in den Griff zu bekommen. Die Enac hat laut dem Schreiben auch etliche Beschwerden erhalten, dass Volotea sich nicht an die EU-Verordnung zu Fluggastrechten halte, die Entschädigungen bei langen Verspätungen und Annullierungen regelt.

Fluglinie verteidigt sich

Sollte sich dies als wahr herausstellen, werde man strengst mögliche Sanktionen ergreifen. Denn auch in der Vergangenheit habe sich die Fluggesellschaft schon nicht an die Regeln gehalten, so die Enac. Volotea bestätigte zwei Tage später, das Schreiben erhalten zu haben, erklärte aber, auch andere Fluglinien hätten in dieser und der vergangenen Sommersaison schon solche Briefe erhalten.

Man habe 16 Flugzeuge in Italien stationiert und setze zudem drei Flieger als Verstärkung ein, um den Flugbetrieb in Europa zu absichern. Weiterhin habe man täglich an jeder italienischen Basis zwischen einer und drei Crews auf Abruf verfügbar. Trotz externen Faktoren wie Fluglotsenstreiks in Europa in diesem Jahr seien mehr als 71 Prozent der eigenen Flüge nicht verspätet, so Volotea.

Volotea will sogar ausbauen

Außerdem habe man eine der niedrigsten Annullierunsgraten im europäischen Low-Cost-Sektor. Die Fluglinie betreibt nach eigenen Angaben in Italien 155 Routen, davon 52 im Inland. Sie betont, sie fliege viele kleine Städte an, die zuvor keine Anbindung gehabt hätten. 2018 wolle man 3,5 Millionen Sitze in und aus Italien anbieten und sein Angebot im kommenden Jahr ausbauen.

Mehr zum Thema

ticker-ryanair

Deutschland: Ryanair fordert mit Positionspapier Abschaffung der Luftverkehrssteuer, niedrigere Gebühren und flexiblere Nachtflugregeln

ryanair pfaendungsmarke

Gepfändete Boeing 737: Ryanair hat nun doch gezahlt

ticker-ryanair

Das sind die neuen Strecken von Ryanair ab Deutschland im Sommer 2026

pfaendungsmarke ryanair boeing 737

«Gerichtlich gepfändet»: Boeing 737 von Ryanair erhält Besuch vom Gerichtsvollzieher

Video

crj900 laguardia ntsb
Das Cockpit wurde völlig zerstört, die Piloten der Bombardier CRJ900 von Air Canada überlebten den Zusammenstoß mit einem Feuerwehrtruck nicht. Die Funkaufzeichnungen dokumentieren die dramatischen Momente vor dem Unglück.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
la guardia crj 900 air canada express
Am Flughafen LaGuardia in New York ist eine Bombardier CRJ900 von Air Canada nach der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Die beiden Piloten kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin