Zum Frachter umgebaute Boeing 737-700: Israel Aerospace Industries entdeckte einen Designfehler.

Stilllegungen bei Qantas und Alaska AirlinesÄrger mit Boeing-737-Umbaufrachter

Israel Aerospace Industries baut Boeing 737 von Passagier- zu Frachtfliegern um. Wegen einer möglichen Schwachstelle empfahl der Konzern Betreibern ein temporäres Grounding der Jets.

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Seit 2003 hat Israel Aerospace Industries 47 gebrauchte Boeing 737 von Passagierfliegern zu Frachtern umgebaut. Doch vergangene Woche musste der israelische Luft- und Raumfahrtkonzern seinen Kunden schlechte Nachrichten überbringen: Er empfahl den Betreibern eine temporäre Stilllegung ihrer Flugzeuge. Denn bei einigen der sogenannten 737 BDSF hatte das Unternehmen einen möglichen Designfehler im Frachtraum entdeckt.

Die Schwachstelle bei den umgebauten Boeing 737 befindet sich in einer Wand, die Cockpit- und Frachtraum voneinander trennt. Sie dient bei Unfällen als Sicherheitsbarriere zwischen beiden Bereichen. «Die Barriere bietet möglicherweise nicht die Unterstützung, die sie unter außergewöhnlichen Bedingungen bieten soll», erklärte Israel Aerospace Industries.

Qantas lässt Classic-Frachter am Boden

Laut dem Unternehmen hat der Designfehler keinen Einfluss auf die Flugfähigkeit der Boeing-737-Umbaufrachter. Jedoch könnte eine sichere Beladung der Flugzeuge «möglicherweise eingeschränkt» sein, so der Konzern. Die Empfehlung, die Flieger am Boden zu behalten, betrifft umgebaute Boeing 737 BDSF der sogenannten Classic-Version Boeing 737-300 und 737-400 sowie deren NG-Nachfolger 737-700 und 737-800.

Wie viele Airlines der Empfehlung von Israel Aerospace Industries gefolgt sind, ist nicht klar. Laut der Nachrichtenagentur Reuters hat die australische Fluglinie Qantas ihre vier Boeing 737-300 BDSF kurzzeitig stillgelegt. Auch die amerikanische Alaska Airlines nahm drei Boeing 737-700 BDSF kurzzeitig aus dem Dienst.

Frachter teilweise wieder im Dienst

Israel Aerospace Industries hat der israelischen Luftfahrtbehörde CAAI schon eine Übergangslösung für das Problem vorgelegt. Die Federal Aviation Administration FAA der USA ordnete am vergangenen Freitag in einer Lufttüchtigkeitsanweisung eine Anpassung an der betroffenen Wand an. Gemäß dem Portal Cargo Facts sind mittlerweile mindestes zwei Boeing 737-700 BDSF von Alaska Airlines wieder in der Luft. Daten des Flugaufzeichnungsdienstes Flightradar 24 zeigen, dass auch Qantas mindestens zwei der vier Boeing 737-300 BDSF wieder regulär einsetzt.

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