A321 P2F: Flüge für Qantas und australische Post.

Umgebaute A321Wo einst Passagiere saßen, stapelt Qantas künftig Pakete

Qantas braucht wegen des Onlinehandel-Booms mehr Frachtkapazitäten. Dafür setzt die Fluglinie auf umgebaute Airbus A321.

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Als Passagierflieger ist der A321 gefragter denn je. Besonders seit Airbus die modernisierte Neo-Variante und die Langstreckenversionen LR und XLR auf dem Markt brachte, wählen immer mehr Fluggesellschaften die Stretch-Variante, die mehr Kapazitäten als das Basismodell A320 bietet. Auf dem Frachtmarkt sieht es anders aus. Vor mehr als zwei Jahren bekamen Airlines erstmals die Gelegenheit, gebrauchte A321 als Cargoflieger zu nutzen. Doch die Orderzahlen blieben bisher überschaubar.

Die Elbe Flugzeugwerke EFW aus Dresden bieten zusammen mit Airbus und ST Aerospace aus Singapur den Umbau von A321 der ersten Generation vom Passagierflugzeug zum Frachter an. Auch Precision Aircraft Solutions und Air Transport Services Group ATSG tun dasselbe. Erst Monate nach dem Programmstart sicherten sich beide Anbieter Bestellungen von der französisch-luxemburgischen Leasinggesellschaft Vallair.

Hilfe im E-Commerce-Boom

Nun kann das Konsortium um die Elbe Flugzeugwerke EFW einen zweiten Kunden für den A321 P2F (Abkürzung für Passenger To Freighter) bekannt geben. Kürzlich erklärte Qantas, «bis zu drei» A321 P2F zu bestellen. Die neuen Flugzeuge sollen ab Oktober 2020 beim Frachtableger Qantas Freight betrieben werden und dort auch für die australische Post zum Einsatz kommen. Diese greift schon seit 1922 auch auf das Frachtnetzwerk der australischen Fluglinie zurück. Mit der Ankündigung der Bestellung gab die australische Fluglinie bekannt, die Zusammenarbeit sieben Jahre zu verlängern.

Besonders aufgrund des boomenden Onlinehandels brauchen Qantas und Australia Post mehr Kapazitäten. Genau diese versprechen sie sich durch die neuen A321 P2F. Als reine Kurz- und Mittelstreckenfrachter kommen bei Qantas Freight aktuell fünf gecharterte Jets zum Einsatz, vier Boeing 737-300 F sowie eine 737-400. Im Gegensatz zur Boeing-Flotte sollen die A321 P2F pro Flugzeug «beinahe 50 Prozent mehr Kapazität» bringen und somit ungefähr neun Tonnen Fracht mehr transportieren können, schreibt Qantas.

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