Blick aus einer ATR: Es kommen wieder bessere Zeiten.

Schlechte Jahresbilanz 2016Iran-Deal kommt zu spät für ATR

Zwar besiegelt Iran Air nächstens den Kauf von mindestens 20 ATR. Doch für den französisch-italienischen Flugzeugbauer ist das zu spät, um die Bilanz 2016 zu retten. So wenig verkaufte er lange nicht mehr.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

400 Millionen Dollar - das ist auch für ATR eine schöne Stange Geld. In den nächsten Tagen kann der französisch-italienische Flugzeugbauer diese Summe in sein Umsatzbuch eintragen. Denn Iran Air besiegelt den Kauf von 20 ATR 72-600. Damit wird die  Bestellung fest, die vergangenen Februar im Grundsatz vereinbart worden war. Damals sicherten sich die Iraner auch eine Option auf 20 weitere ATR 72.

Für ATR kommt die Fixierung der Order aber zu spät. Der Produzent hätte sich sicher gefreut, wenn sie noch 2016 angefallen wäre. Denn vergangenes Jahr war das schlechteste seit sechs Jahren – jedes Aufpolieren der Bilanz wäre da willkommen gewesen. Nur gerade 36 Exemplare seiner Turbopropflieger konnte das Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten verkaufen, das zu 50 Prozent Airbus und zu 50 Prozent dem italienischen Technologiekonzern Leonardo gehört. Ein Jahr zuvor waren es noch 76 Orders gewesen, im Rekordjahr 2014 gar 160 (siehe Grafik).

Tiefer Ölpreis bremst

Eigentlich hatte sich ATR einmal 90 verkaufte Exemplare pro Jahr zum Ziel gesetzt. Schuld am schlechten Resultat 2016 ist der Absturz des Ölpreises. Lange Zeit waren Turboprops beliebt, weil sie weniger Kerosin verbrauchen als Jets. Der Einsatz von Propellermaschinen lohnte sich daher in Zeiten eines Ölpreises von weit über 100 Dollar pro Fass. Doch jetzt ist der Treibstoff wieder billig und Airlines können auch ältere Jets einsetzen.

Zudem kamen neue Jet-Modelle auf den Markt, die ähnlich sparsam sind. Zudem macht der starke Dollar die europäischen Maschinen für viele Abnehmer teurer. Für ATR bleibt nur ein Trost: Mit der Order von Iran Air hat er schon bald 55 Prozent des Vorjahresergebnisses in trockenen Tüchern. Und der Kerosinpreis wird auch wieder steigen - garantiert.

Mehr zum Thema

ticker krieg

Brand am Flughafen Teheran-Mehrabad nach Angriff

Cessna Citation am Flughafen Dubai: Viele versuchen mit Businessjets die Region zu verlassen.

Iran-Krieg katapultiert Businessjet-Preise für Flüge aus der Region nach oben

ticker-iran-airtour

Airbus A319 von Iran Air soll bei Angriff zerstört worden sein

ticker krieg

Iran-Krieg: So viele Flüge sind mittlerweile ausgefallen

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack