Letzte Aktualisierung: um 21:54 Uhr
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Iran bestätigt Jet-Pläne

Die kryptischen Verlautbarungen haben ein Ende: Der Iran baut künftig Jets - auch auf Basis der Antonow An-158.

Antonow

Antonow An-158: Der Iran will sei in Lizenz fertigen.

Bis anhin waren die Mitteilungen der Offiziellen eher verwirrend. Erst sprachen sie im September vom Bau eines Flugzeuges mit 100 Sitzplätzen, dann vor einigen Tagen von einer Zusammenarbeit mit der russisch-ukrainischen Flugzeugbauerin Antonow beim Modell An-158 (aeroTELEGRAPH berichtete). Doch nun ist endgültig klar: Der Iran will so bald als möglich in Lizenz An-158 bauen. Man habe erste Schritte eingeleitet, um im eigenen Land Großraumflugzeuge zu bauen, erklärte Manouchehr Manteqi von der Organisation der iranischen Luftfahrtindustrie am Dienstag (4. Oktober) in Teheran vor den Medien, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna meldet.

In erster Linie will der Iran gemäß Manteqi An-158 nachbauen. Bereits heute stellt die nationale Industrie Turboprop-Flieger auf Basis der Antonow An-140 her, die Iran-140 genannt werden. Nun soll also eine Iran-158 dazukommen. Das zweistrahlige Flugzeug für 99 Passagiere eigne sich sehr gut für die iranischen Verhältnisse, so der Manager weiter. Die Regierung hatte bereits vor einiger Zeit eine Antonow-158 gekauft und inzwischen mit der Maschine intensive Tests durchgeführt. Die sind offenbar erfolgreich verlaufen. Manteqi schloss auch nicht aus, noch weitere große Flugzeuge zu bauen, wurde da aber nicht konkret.

Überalterte Flotten

Die Sanktionen des Westens führen dazu, dass die Flotten der iranischen Fluggesellschaften hoffnungslos überaltert sind. Ersatzteile bekommen sie wegen des Embargos auch nicht. Die Eigenproduktion ermöglicht es, dieses Problem mit tiefen Kosten zu umgehen. Doch der Iran will mit dem Flugzeugbau auch Geld verdienen. Dieses Jahr würden sechs Iran-140 exportiert. «Wir haben diesbezüglich bereits Verhandlungen mit verschiednen Ländern geführt» sagte Manteqi. Mit einem Staat sei es zum Vertragsabschluss gekommen. Den Namen nannte er aber nicht.



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