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Flugzeugfriedhof Mount Salak

Angehörige kritisieren die Route, die der Superjet für den Demonstrationsflug nahm. Schon mehrere Jets verunglückten dort.

Yutaka Andris Randing

Mount Salak: Gefährliches Gebiet.

«Wieso sollte man bei einem Demonstrationsflug über den Mount Salak fliegen?» fragt der Angehörige eines Opfers in der Zeitung Jakarta Post. Er kenne die Gegend sehr gut. Für einen Rundflug sei die vom russischen Flugzeugbauer gewählte Route viel zu gefährlich. «Wenn dort etwas geschieht, ist in der Gegend eine Evakuierung sehr schwierig. Schon viele Flieger sind dort abgestürzt.»

Das oft neblige und stürmische Wetter in der Gegend schafft keine besonders angenehmen Bedingungen für Piloten. in den letzten zehn Jahren gab es sechs Abstürze in der Gegend, wie das Portal Tempo.co berichtet. Allerdings traf es bisher immer kleinere Flieger. Die meisten Todesfälle bis zum Superjet-Crash vom 9. Mai gab es beim Unfall einer Casa C-212 der indonesischen Luftwaffe im Jahr 2008. Auch dieser Flieger geriet in schlechtes Wetter und verlor irgendwann den Radarkontakt – ebenfalls in der Nähe des Ortes, an dem auch der Sukhoi-Flieger verunglückte. Auch damals hatten sich die Bergungsarbeiten schwierig gestaltet, wie damals die Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Gefährlich für kleine Flugzeuge

Im Oktober 2002 Stürzte ein Sportflugzeug ab. Der Pilot kam ums Leben. Etwa ein Jahr später verunglückte fast an derselben Stelle ein Sikorsky S-58T-Helikopter der Luftwaffe. Bei diesem Unfall gab es sieben Opfer. 2004 gab es gleich zwei Abstürze. Im April stürzte ein Sportflugzeug mit Gleitschirmfliegern an Bord ab, zwei kamen ums Leben. Im Juni dann traf es eine Cessna 185. Bei diesem Absturz gab es fünf Todesopfer. Der letzte Unfall ereignete sich 2009. Ein Schulflugzeug stürzte beim Gewitter in dem Berggebiet ab. Drei Insassen kamen ums Leben.




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