Cockpit eines Businessjets: Die Geschäftsfliegerei braucht Personal, viel Personal.

CAEIn Wien entsteht ein großes Ausbildungszentrum für die Geschäftsluftfahrt

Die Geschäftsluftfahrt wächst wieder - und braucht deshalb Nachwuchs. Flugsimulatorbauer CAE baut dafür beim Flughafen Wien ein riesiges neues Ausbildungszentrum.

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Die 21.000 Einwohnerinnen und Einwohner zählende österreichische Stadt Schwechat kennt man wegen der großen Ölraffinerie vor Ort, ihrer bekannten Brauerei und nicht zuletzt wegen des Flughafens Wien, der auf ihrem Gebiet liegt. Pilotinnen und Piloten von Businesscharterairlines haben bald einen anderen Grund, um den Namen zu kennen.

Nur unweit des Flughafens baut CAE in Schwechat derzeit eines der größten europäischen Ausbildungszentren für die Geschäftsfliegerei. Dort sollen Pilotinnen und Piloten ausgebildet werden. «Wien ist der ideale Standort für das neue Schulungszentrum für die Geschäftsluftfahrt in Mitteleuropa», sagte Nick Leontidis, Chef des Flugsimulatorherstellers kürzlich.  Es werde die Ausbildung in der Geschäftsluftfahrt in der Region grundlegend verändern, da es Programme in einer immersiven Lernumgebung anbiete.

Embraer Phenom und Bombardier Challenger und Global

Das kanadische Unternehmen, das derzeit 250 Standorte mit 13.000 Mitarbeitenden in 40 Ländern betreibt, hat in Wien Großes vor. Bis zu neun Full-Flight-Simulatoren für die in der Region am weitesten verbreiteten Businessflugzeuge soll die neue Einrichtung in Österreich beherbergen, darunter für Embraer Phenom, Bombardier Challenger 3500 oder Global 6000 und 7500.

So wir das Zentrum in Schwechat aussehen. Bild: CAE

Laut CAE müssen in Europa bis 2032 mehr als 8000 Pilotinnen und Piloten für die Geschäftsluftfahrt und 10.000 Personen für die Wartung von Privatjets rekrutiert und ausgebildet werden. Zusätzlich wird bis 2032 ein Wachstum der weltweiten Geschäftsreiseflugzeugflotte um 18 Prozent prognostiziert, wobei dann bis zu 26.000 Geschäftsflugzeuge im Einsatz sein werden und mehr als 100.000 neue Fachkräfte für die Geschäftsluftfahrt eingestellt werden müssen.

Wachstum, Pensionierungen und Fluktuation

Angesichts von Pensionierungen und der Fluktuation in Verbindung mit dem Wachstum der Branche bestehe ein riesiger Bedarf an einer effektiven und schnellen Ausbildung von Fachkräften für die Geschäftsluftfahrt, bestätigt CAE. Darum setzen die Kanadier auch auf Schwechat. Die Eröffnung des neuen Ausbildungszentrums ist für das zweite Quartal 2025 geplant.

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