Ein Airbus A321 von Ural Airlines: Die Fluggesellschaft hat Probleme mit den Triebwerken.

RA-73794Ural Airlines wollte zwei Mal mit defektem Triebwerk fliegen

Piloten von Ural Airlines mussten bei einem Airbus zwei Mal aufgrund des identischen Problems den Start abbrechen. Jetzt ermittelt die russische Luftfahrtaufsichtsbehörde.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Dass die russische Luftfahrt von den westlichen Sanktionen schwer getroffen ist, ist ein offenes Geheimnis. Im vergangenen November gelangten interne Papiere der russischen Luftfahrtbehörde an die Öffentlichkeit, die deutlich machten, dass die Luftfahrt des Landes kurz vor dem Kollaps steht. Besonders oft soll es zu Problemen mit Triebwerken kommen.

Aktuelle Vorfälle bei Ural Airlines bestätigen die Probleme. Nach einem Bericht des Portal Aviatorshina, hatte die Fluggesellschaft in zwei Fällen versucht, mit einem defekten Triebwerk zu starten. Betroffen ist der Airbus A321 mit der Kennung RA-73794.

Trotz Überprüfung wieder freigegeben

Am 14. Januar war das 24 Jahre alte Flugzeug eingeplant, um den Flug von Jekaterinburg nach Sotschi durchzuführen. Die Piloten rollten zur Startbahn, beschleunigten und mussten den Start in der Beschleunigungsphase abbrechen. Der Grund war eine  instabile Geschwindigkeit. Die Reisenden wurden nach einer fünfstündigen Verspätung mit einem Reserveflugzeug ans Ziel gebracht. Der Airbus wurde von der Airline untersucht und wieder freigegeben.

Nur einen Tag später war das Flugzeug erneut für den Morgenflug von Jekaterinburg nach Sotschi eingeplant. Und wieder mussten die Piloten den Start im letzten Moment abbrechen. Der Airbus rollte zum Terminal zurück und wurde aus dem Betrieb genommen. Ein anderes Flugzeug brachte die Reisenden sechs Stunden später ans Ziel.

Ursache wahrscheinlich mangelnde Wartung

Ural Airlines teilte gegenüber Aviatorshina mit, dass es Probleme mit dem Treibstoffsystem des Triebwerks gegeben hat. Daher muss das Kraftstoff-Kontrollsystem ausgetauscht werden, was derzeit passiert. Die Probleme sorgen für ein weiteres Nachspiel.

Weil zwei Mal binnen 24 Stunden ein identisches Problem aufgetreten ist, hat das russische Verkehrsministerium eine Untersuchung der Vorfälle durch die staatliche Luftfahrtaufsichtsbehörde eingeleitet. Vermutet wird, dass mangelhafte Wartungsarbeiten Auslöser der Probleme sind.

Mehr zum Thema

Boeing 777 von Aeroflot: Immer wieder Probleme.

Mehr Zwischenfälle wegen Ersatzteilmangels bei Aeroflot und Co.

Airbus A321 von Ural Airlines, hier noch als VQ-BOB: Fliegt heute als RA-73793.

Ural Airlines will trotz Sanktionen Airbus-Jets kaufen

Ein Airbus A320 von Aeroflot: Die westlichen Sanktionen haben massive Auswirkungen auf die russische Luftfahrt.

Russlands Luftfahrt «am Rande des Zusammenbruchs»?

ilyushin il 114 300 kaelte

Polar Airlines will Ilyushin Il-114-300 - aber nur, wenn sie noch ein zusätzliches Detail bekommt

Video

air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack
Dassault Falcon 10X: Die Franzosen haben am 10. März das Rollout gefeiert.
Die Entwicklung verzögerte sich immer mehr. Nun hat Dassault endlich ihren neuesten Ultralangstrecken-Businessjet erstmals öffentlich präsentiert. Die Falcon 10X soll mit Geräumigkeit, Reichweite und Geschwindigkeit punkten.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Raketenabwehr: Ist im Iran-Krieg zentral geworden.
Raketen, Drohnen und Apaches: Mit Jets, Hubschraubern und Flugabwehrsystemen verteidigen sich die Vereinigten Arabischen Emirate und sorgen so auch dafür, dass Flugzeuge von Emirates, Etihad, Flydubai oder Air Arabia wieder starten können.
gerard al fil
Gérard Al-Fil