Der CO2-Austoss pro Passagier halbierte sich seit Mitte der 90er, das Passagiervolumen verfielfachte sich jedoch.

Icao sagt Ja zu EmissionshandelGlobale Luftfahrt macht Ernst beim Emissionshandel

Die Internationalen Zivilluftfahrtorganisation Icao macht vorwärts. Sie hat das Corsia-Programm definitv beschlossen, das die CO2-Emissionen der Luftfahrt reduzieren soll.

Top-Jobs

Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Condor Logo Stelle

Duty Manager Ground Handling Center im Schichtdienst (m/w/d)

Feste Anstellung
Condor Flugdienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (m/w/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Pilatus

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (w/m/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Challenger 650

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Komplizierte Dinge versieht man gerne mit einprägsamen Namen. Carbon Offsetting and Reduction Scheme for International Aviation heißt das Programm offiziell, das der Rat der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation Icao am 27. Juni verabschiedet hat. Abgekürzt trägt es den Namen Corsia. Dabei geht es darum, dass die Branche sich verpflichtet, ab 2020 die CO2-Emissionen nicht mehr zu erhöhen - also CO2-neutral zu wachsen.

Corsia wird in drei Stufen eingeführt. In der Pilotphase von 2021 bis 2023 und der ersten Phase von 2024 bis 2026 nehmen Staaten freiwillig am Programm teil. Das sind allerdings sehr viele - nämlich aktuell 73, die mehr als sechs Siebtel der globalen Luftfahrt ausmachen. Neben Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz sind auch Länder wie China, Indonesien,  Japan, das Vereinigte Königreich, die Vereinigten Arabischen Emirate, die Türkei und die USA dabei.

Prominente Abwesende

Abseits stehen derzeit unter anderen noch Brasilien, Indien, Russland oder Südafrika. Das geht allerdings nicht ewig. Ab 2027 müssen dann alle Länder zwingend mitmachen, die einen Anteil am globalen Luftverkehr von mehr als 0,5 Prozent haben. Die Maßnahmen kommen nicht von ungefähr. Die Luftfahrt ist für rund 2 Prozent der globalen Treibhausemissionen verantwortlich. Der Ausstoß pro Passagiere ist jedoch höher als bei allen anderen Transportarten.

Im Kern geht es bei Corsia darum, dass alle Staaten und ihre Fluggesellschaften die CO2-Emissionen auf dem Stand von 2019/20 stabilisieren. Erreichen können sie das durch Maßnahmen wie den Einsatz sparsamerer Flugzeuge, Verwendung von Biokraftstoffen, effizientere Gestaltung des Betriebs und eine klimafreundlichere Infrastruktur (so wie klimaneutrale Flughäfen). Eine andere Möglichkeit sind Kompensationen.

Noch einiges zu tun

Dafür führen die Länder unter Aufsicht der Icao ein eigenes Emissionshandels-System ein. Im Kern funktioniert das wie eine Börse. Fluglinien oder ein Flughafen, die mehr CO2 ausstoßen als sie dürften, müssen Emissionsrechte kaufen. So werden sie belohnt, wenn sie viel für den Klimaschutz tun. Das Geld fließt dann in Projekte, die Klimagase verringern, etwa Aufforstungen oder alternative Energieanlagen.

In Deutschland wird das Programm begrüßt. «Mit der beschlossenen Ausgestaltung von Corsia ist ein neuer Meilenstein erreicht. Jetzt muss die Icao im Herbst dafür sorgen, dass die Umweltkriterien für alternative Kraftstoffe und die Emissionszertifikate ambitioniert ausgestaltet werden. Gleichzeitig ist die EU gefordert, schnellstmöglich die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Umsetzung in Europa zu schaffen», kommentiert Klaus-Dieter Scheurle, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft BDL.

Mehr zum Thema

ticker-icao

Weltweite Notrufe von Flugzeugen erreichen Rettungskräfte nun direkter

ticker-icao

Icao rügt Nordkorea und Russland wegen GPS-Störungen

ticker-usa

Trump nominiert Ex-Delta-Pilot als Icao-Botschafter – Pilotenverband kritisiert Entscheidung

Beschädigter Koffer: Künftig gibts mehr Geld dafür.

Fluggesellschaften müssen bei Schäden künftig mehr zahlen

Video

Die Boeing 757 des Justizministeriums der USA nach der Landung in New York: Diktator an Bord.
Nach dem nächtlichen Zugriff der U.S. Army in Caracas endet der Weg des venezolanischen Machthabers vor einem Gericht in New York – an Bord einer 36 Jahre alten Boeing 757 des Justizministeriums der USA.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Die verunglückte ATR 72 von Buddha Air: Überschoss die Landebahn in Bhadrapur.
Bei der Landung in Bhadrapur konnte eine ATR 72 von Buddha Air nicht rechtzeitig abbremsen. Sie schoss 300 Meter über die Piste hinaus. Sieben Menschen wurden dabei verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
evakuierung flugzeug koffer
Immer häufiger ist zu beobachten, dass Fluggäste bei Evakuierungen mit ihrem Handgepäck das Flugzeug verlassen - und damit ihr eigenes und fremde Leben riskieren. Der Airline-Dachverband Iata will nun mithilfe einer psychologischen Studie herausfinden, was Fluggesellschaften dagegen tun können.
Timo Nowack
Timo Nowack