Hawker Siddeley Trident 3Der Dreistrahler, der zum Start ein viertes Triebwerk brauchte

Hawker Siddeley überzeugte mit der HS-121 Trident British European Airways. Die Airline forderte aber später eine größere Version des Dreistrahlers. Die hatte aber ein Problem, das die Ingenieure ungewohnt lösten.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

British European Airways entschied sich bewusst für Turbopropflieger, als andere Fluggesellschaften bereits an düsengetriebene Flugzeuge dachten. Die Wirtschaftlichkeit sei einfach besser, so die Argumentation. Die Fluglinie beauftragte deshalb Hersteller Vickers-Armstrongs mit der Entwicklung eines neuen Fliegers mit 100 Plätzen. Der präsentierte in der Vickers Vanguard eine Neuversion der Vickers Viscount.

British European Airways, besser bekannt unter der Abkürzung BEA, kaufte 1956 zwar das neue Modell. Doch das Management sah ein, dass künftig an Jets wohl kein Weg mehr vorbeiführt. Und sie forderte die britischen Produzenten auf, Vorschläge für ein Düsen-Passagierflugzeug einzureichen. Im Wettbewerb setzte sich de Havilland mit ihrem Projekt DH.121 durch - dem ersten Dreistrahler der Welt.

BEA forderte eine größere Version

Auf den Markt kam das neue Flugzeug nach der Übernahme von de Havilland schließlich als Hawker Siddeley Trident. BEA bestellte gleich 24 Exemplare des Fliegers für bis zu 101 Reisende. Die Fluggesellschaft war sehr zufrieden und orderte laufend nach. Die DH.121 Trident wurde zum Rückgrat ihrer Flotte.

Und so verlangte BEA nach der größeren Version 2E eine noch größere. Hawker Siddeley entwarf verschiedene Optionen. Der Hersteller stellte am Ende die Trident 3 vor, die einen um fünf Meter gestreckten Rumpf aufwies und so Platz für bis zu 180 Gäste bot. Die Triebwerke blieben unverändert.

Airline war zuerst nicht begeistert

Doch BEA war von der Trident 3 nicht begeistert. Die Fluglinie kritisierte, dass sie bei hohen Temperaturen und in großen Höhen - im Jargon spricht man von hot and high operations – keine ausreichende Leistung erbringe, was sich schon bei der Vorläuferin 2E gezeigt hatte. Anstatt die drei Spey-Triebwerke zu ersetzen, beschlossen die Ingenieure von Hawker Siddeley, ein viertes Triebwerk in das Heck einzubauen.

Sie wählten das kleine Rolls-Royce RB162, das hinten am Leitwerk platziert wurde. Es brachte 15 Prozent mehr Schub beim Start. BEA war zufrieden und bestellte 26 Trident 3. Der Erstflug fand am 11. Dezember 1969 statt. Insgesamt wurden 28 Exemplare der größten Trident gebaut.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie Bilder der Hawker Siddeley Trident und des vierten Triebwerks. Durch einen Klick aufs Bild öffnet es sich im Großformat.

Mehr zum Thema

Start einer HS 748: Air North verabschiedete ihre letzte Hawker Siddeley.

Hawker Siddeley 748 macht sich rar

Schlichter, klassischer und sehr eleganter Look: Der Airbus A319 mit dem Kennzeichen G-EUPJ ...

Ist das die schönste Retro-Lackierung?

ticker-vereinigtes-koenigreich uk grossbritannien

Großbritannien lockert Slot-Regeln

Konzept: Die neue Piste in London Heathrow soll über die Straße führen.

London-Heathrow baut eine Autobahn - und blickt dabei nach Frankfurt

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
delta kapitaen verlaedet gepaeck
Der Flug ab Atlanta hatte schon Verspätung und es war nur ein Mitarbeiter da, um das Gepäck ins Flugzeug zu laden. Da stieg ein Pilot von Delta Air Lines aus und packte mit an.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies