Hawker Siddeley Trident 3Der Dreistrahler, der zum Start ein viertes Triebwerk brauchte

Hawker Siddeley überzeugte mit der HS-121 Trident British European Airways. Die Airline forderte aber später eine größere Version des Dreistrahlers. Die hatte aber ein Problem, das die Ingenieure ungewohnt lösten.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

British European Airways entschied sich bewusst für Turbopropflieger, als andere Fluggesellschaften bereits an düsengetriebene Flugzeuge dachten. Die Wirtschaftlichkeit sei einfach besser, so die Argumentation. Die Fluglinie beauftragte deshalb Hersteller Vickers-Armstrongs mit der Entwicklung eines neuen Fliegers mit 100 Plätzen. Der präsentierte in der Vickers Vanguard eine Neuversion der Vickers Viscount.

British European Airways, besser bekannt unter der Abkürzung BEA, kaufte 1956 zwar das neue Modell. Doch das Management sah ein, dass künftig an Jets wohl kein Weg mehr vorbeiführt. Und sie forderte die britischen Produzenten auf, Vorschläge für ein Düsen-Passagierflugzeug einzureichen. Im Wettbewerb setzte sich de Havilland mit ihrem Projekt DH.121 durch - dem ersten Dreistrahler der Welt.

BEA forderte eine größere Version

Auf den Markt kam das neue Flugzeug nach der Übernahme von de Havilland schließlich als Hawker Siddeley Trident. BEA bestellte gleich 24 Exemplare des Fliegers für bis zu 101 Reisende. Die Fluggesellschaft war sehr zufrieden und orderte laufend nach. Die DH.121 Trident wurde zum Rückgrat ihrer Flotte.

Und so verlangte BEA nach der größeren Version 2E eine noch größere. Hawker Siddeley entwarf verschiedene Optionen. Der Hersteller stellte am Ende die Trident 3 vor, die einen um fünf Meter gestreckten Rumpf aufwies und so Platz für bis zu 180 Gäste bot. Die Triebwerke blieben unverändert.

Airline war zuerst nicht begeistert

Doch BEA war von der Trident 3 nicht begeistert. Die Fluglinie kritisierte, dass sie bei hohen Temperaturen und in großen Höhen - im Jargon spricht man von hot and high operations – keine ausreichende Leistung erbringe, was sich schon bei der Vorläuferin 2E gezeigt hatte. Anstatt die drei Spey-Triebwerke zu ersetzen, beschlossen die Ingenieure von Hawker Siddeley, ein viertes Triebwerk in das Heck einzubauen.

Sie wählten das kleine Rolls-Royce RB162, das hinten am Leitwerk platziert wurde. Es brachte 15 Prozent mehr Schub beim Start. BEA war zufrieden und bestellte 26 Trident 3. Der Erstflug fand am 11. Dezember 1969 statt. Insgesamt wurden 28 Exemplare der größten Trident gebaut.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie Bilder der Hawker Siddeley Trident und des vierten Triebwerks. Durch einen Klick aufs Bild öffnet es sich im Großformat.

Mehr zum Thema

Start einer HS 748: Air North verabschiedete ihre letzte Hawker Siddeley.

Hawker Siddeley 748 macht sich rar

Schlichter, klassischer und sehr eleganter Look: Der Airbus A319 mit dem Kennzeichen G-EUPJ ...

Ist das die schönste Retro-Lackierung?

ticker-vereinigtes-koenigreich uk grossbritannien

Großbritannien lockert Slot-Regeln

Konzept: Die neue Piste in London Heathrow soll über die Straße führen.

London-Heathrow baut eine Autobahn - und blickt dabei nach Frankfurt

Video

condor flughafen zeichnen
Wer am Flughafen warten muss, kann einen künstlerischen Zeitvertreib ausprobieren. Zeichner Kevin Zych gibt eine kurze Videoanleitung dafür.
Timo Nowack
Timo Nowack
erdfall la guardia loch
Am New Yorker Flughafen LaGuardia ist nahe einer Start- und Landebahn ein tiefes Loch im Rollweg entdeckt worden. Viele Flüge mussten am Mittwoch gestrichen werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies