Konzept: Die neue Piste in London Heathrow soll über die Straße führen.

Für dritte PisteLondon-Heathrow baut eine Autobahn - und blickt dabei nach Frankfurt

Für die dritte Startbahn in London-Heathrow muss nach dem Konzept des Flughafens die vielbefahrene Autobahn M25 verlegt werden. Der Airport hat nun einen Plan vorgestellt, der Bau und Verkehr parallel möglich machen soll - und nimmt sich dabei ein Beispiel an Deutschland.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Die zusätzliche Startbahn in London-Heathrow ist nicht nur ein Bauprojekt in der Luftfahrt, sondern auch eines der größten Infrastrukturvorhaben Großbritanniens. Denn für die neue, dritte Piste muss nach dem Konzept von Heathrow Airport Holdings die stark befahrene Autobahn M25 verlegt und neu gebaut werden. Nun hat der Airport konkrete Pläne vorgestellt, wie das gelingen soll, ohne den Verkehr zusammenbrechen zu lassen.

Geplant ist, ein komplett neues Teilstück der Autobahn 130 Meter westlich des heutigen Verlaufs zu errichten. Darüber wird dann der neue Teil des Flughafens gebaut. Erst wenn Tunnel und Brücken fertiggestellt sind, soll der Verkehr in nächtlichen Sperrpausen auf die neue Strecke umgeleitet werden. Finanziert werden soll das Projekt vollständig privat durch den Flughafen London-Heathrow.

Flughafen Heathrow will Auto- mit Startbahn bauen

Alternative Konzepte, etwa den Bau der Piste über die Straße M4, habe man geprüft, aber verworfen, so der Flughafen. Sie hätten zu massiveren Eingriffen in Wohngebiete geführt, Tausende zusätzliche Häuser betroffen und zudem einen wichtigen Bahntunnel gefährdet, durch den der Heathrow Express und die U-Bahn-Strecke der Elizabeth Line fahren. Eine kürzere Piste wäre indes für viele Langstreckenflüge ungeeignet, heißt es.

Der Flughafen London-Heathrow verweist darauf, dass das Bauen über eine Autobahn nicht neu sei. Vergleichbare Lösungen seien bereits an großen Drehkreuzen wie Frankfurt oder Paris-Charles de Gaulle erfolgreich umgesetzt worden. Zusammen mit der britischen Straßenbaubehörde National Highways will der Airport nun die Details finalisieren, um die dritte Piste und den neuen Abschnitt der M25 parallel zu realisieren.

Konkurrenz-Entwurf vermeidet die M25 durch kürzere Piste

Allerdings hat Heathrow Airport Holdings, deren Entwurf eine 3500 Meter lange neue Piste vorsieht, mittlerweile auch Konkurrenz durch die Arora-Gruppe. Deren Konzept sieht 2800 Meter Pistenlänge vor - und vermeidet so ein Zusammentreffen mit der M25.

Mehr zum Thema

ticker-london-heathrow-lhr

Dritte Piste von London-Heathrow könnte sich um vier Jahre verzögern

ticker atc flugsicherung lotse

Panne bei Flugsicherung: Das Flugchaos in Großbritannien in Zahlen

Der Airbus A380 mit der Kennung A6-EOZ steht in München, nachdem er nicht in London-Heathrow landen konnte.

Zwei Airbus A380 nach Deutschland und mehr: Diese Umleitungen verursachte das Großbritannien-Chaos

Flughafen London-Heathrow: Auch am Mittwoch sind schon diverse Flüge annulliert worden.

Britische Flugsicherung hat Problem behoben, das Chaos im Luftverkehr aber dauert an

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier