Island Air schrieb seit Jahren Verluste. Im Oktober 2017 meldete sie Gläubigerschutz an. Im November verkündete Hawaiis zweitgrößte Fluggesellschaft <a href="https://www.aerotelegraph.com/hawaiis-zweitgroesste-airline-ist-pleite" target="_blank" rel="noopener">die Liquidierung des Unternehmens</a>.

Island AirHawaiis zweitgrößte Airline ist pleite

37 Jahre flog Island Air zwischen den Inseln Hawaiis. Jetzt hat die Fluglinie den Betrieb eingestellt. Das könnte eine Chance für eine andere Airline sein.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Verluste schrieb Hawaiis zweitgrößte Fluggesellschaft schon seit Jahren. Doch das endgültige Aus von Island Air vollzog sich in drei Schritten. Zuerst meldete die Fluglinie am 16. Oktober Gläubigerschutz nach Chapter 11 des US-Insolvenzrechts an. Zuvor wollte der Leasinggeber, die Bank Wells Fargo, Island Airs drei verbleibende Bombardier Dash 8 Q400 wegen ausbleibender Zahlungen beschlagnahmen lassen.

Die Fluggesellschaft bestritt fehlende Zahlungsfähigkeit und verwies auf Probleme bei der Einführung einer neuen Software, wie der Fernsehsender KITV berichtete. Ein Richter untersagte denn auch die Beschlagnahmung. Allerdings froren laut Island Airs Anwalt Kreditkartenfirmen rund 2 Millionen Dollar ein und so folgte Schritt zwei: Am 9. November teilte die Fluglinie mit: «Wir akzeptieren keine neuen Buchungen mehr bei Island Air und werden den Betrieb am Ende des 10. November 2017 einstellen.»

Hawaiian Airlines veranstaltet Jobmessen

Hawaiis Gouverneur David Ige dankte der Fluglinie. «37 Jahre haben das Unternehmen und seine Angestellten eine große Rolle dabei gespielt, Insel-Familien zu verbinden und unsere Geschäftswelt zu unterstützen», sagte der Politiker. Island Air war seit 1980 zwischen den Inseln verkehrt und bekannt dafür, tiefer als andere Airlines zu fliegen und den Passagieren so einen besseren Ausblick zu ermöglichen.

Am Dienstag (14. November) kündigte Island Air an, von Chapter 11 zu Chapter 7 wechseln, was die Liquidierung des Unternehmens bedeutet. Derweil veranstaltet mit Hawaiian Airlines die größte Fluggesellschaft Hawaiias diese Woche mehrere Jobmessen für die rund 400 Island-Air-Mitarbeiter. Die Position von Hawaiian Airlines wird mit dem Ausscheiden des kleineren Konkurrenten vorerst noch stärker.

Southwest Airlines startet Richtung Hawaii

Allerdings steht schon ein größerer Konkurrent in den Startlöchern: Im Oktober kündigte Billigflugriese Southwest Airlines an, ab 2018 nach Hawaii zu fliegen. «Das Unternehmen zieht auch die Möglichkeit von Flügen zwischen den Inseln in Erwägung», schrieb damals schon das Wirtschaftsmagazin Fortune. Mit dem Aus von Island Air dürfte diese Option noch einmal attraktiver geworden sein.

Mehr zum Thema

ticker-southwest-airlines

Southwest baut Vielfliegerprogramm aus

ticker-southwest-airlines

Southwest Airlines erwägt Einstieg ins Langstreckengeschäft mit Boeing 787

ticker-southwest-airlines

Kurz nach Condor: Auch Easyjet und Southwest Airlines integrieren sich in Chat GPT

ticker-southwest-airlines

An diesen vier Flughäfen eröffnet Southwest Airlines ihre ersten Lounges

Video

6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack