Boeing 717 von Hawaiian Airlines: Wie heißt der Nachfolger?

FlottenerneuerungHawaiian Airlines entscheidet bald über Nachfolger für Boeing 717

Die Fluggesellschaft aus Hawaii will spätestens Anfang nächsten Jahres entscheiden, wie sie ihre alternden Boeing 717 ersetzt. Drei Flugzeugfamilien sind bei Hawaiian Airlines im Rennen.

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Im Moment sei man mit der Boeing 717 «sehr, sehr glücklich», betonte Hawaiian Airlines noch im November 2020. Und erst kürzlich beschaffte sich die Fluggesellschaft ein weiteres Exemplar - wohl als Ersatzteilspender. Doch mittlerweile muss sich die Fluggesellschaft konkrete Gedanken machen über die Nachfolge der 19 Jets, die im Durchschnitt fast 22 Jahre alt sind.

Hawaiian-Chef Peter Ingram sagte gegenüber dem Magazin Flightglobal, man wolle eine Entscheidung über die 717-Nachfolge «spät in diesem Jahr oder Anfang nächsten Jahres» treffen. In der zweiten Hälfte des Jahrzehnts möchte Hawaiian ihre Boeing 717 ersetzen.

Viele kurze Flüge

Hawaiian Airlines nutzt die Boeing 717 für Flüge zwischen fünf Flughäfen auf den Inseln des Archipels im Pazifik. Die Flüge dauern meist nur zwischen 30 und 60 Minuten, was einen kurzen Reiseflug, viele Starts und Landungen sowie hohe Frequenzen bedeutet. Das Klima, in dem die Flugzeuge diese Leistungen erbringen, ist feuchtwarm, die Meeresluft salzig.

In die Boeing 717 passen je zwischen 123 und 128 Passagiere. Es gibt eine Mini-Business-Class mit vier Sitzen in 2-2-Konfiguration, gefolgt von der Economy Class in 2-3-Bestuhlung.

Wohl drei Kandidaten

Hawaiian-Airlines-Chef Ingram äußerte sich im aktuell nicht zu den Nachfolgekandidaten für die Boeing 717. In der Vergangenheit hatte er aber gebrauchte Airbus A319 oder A320 als Übergangslösung genannt, die zu Hawaiians A321 Neo passen würden, sowie neue Airbus A220 oder Embraer E195-E2.

Den Schritt von Boeing 717 zu Airbus A319 und A320 der Ceo-Generation machte auch schon Volotea. Die spanische Airline verzichtet bisher bewusst auf die Neo-Generation. Einerseits wegen der höheren Anschaffungskosten. Andererseits sagte Volotea-Chef Carlos Muñoz über die Neos: «Es gibt einige Probleme, vor allem rund um Triebwerke und Wartung. Das hat bei uns für wenig Enthusiasmus gesorgt, den Wechsel schon anzugehen.» Tatsächlich hat auch Hawaiian Probleme mit den Triebwerken ihrer Airbus A321 Neo.

Dreamliner kommen verspätet

Neben Hawaiian gibt es weltweit nur noch zwei weitere Fluggesellschaften, die Boeing 717 betreiben. In den USA ist es Delta Air Lines, in Australien ist es Qantas Link.

Zur Passagierflugzeugflotte von Hawaiian Airlines gehören neben den Boeing 717 auch 18 Airbus A321 Neo und 24 A330-200. Die Fluggesellschaft hat außerdem zwölf Boeing 787-9 fest bestellt und sich Kaufrechte für achte weitere gesichert. Den ersten Dreamliner erwartet die Fluglinie nach mehreren Verzögerungen nun im Januar 2024.

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