Flieger von Philippine Airlines: Zuwachs in der Flotte.

Überraschungscoup von Airbus

Eigentlich wollte Philippine Airlines bei Boeing ordern, nun kommt der europäische Rivale zum Zug. Es geht um Milliarden.

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Airbus war bislang im Vorteil. Von den 39 Flugzeugen in der Flotte der philippinischen Nationalairline stammten 31 aus den Fabriken der Europäer. Bei den Bestellungen zur Erneuerung und zum Ausbau des Flugzeugparks wolle man jedoch mehr als bisher mit Boeing zusammenarbeiten, erklärte Aufsichtsratspräsident Ramon Ang noch im Mai. Aber nun scheint Airbus doch das Rennen zu machen. Offenbar lobbyierten die Amerikaner im Vorfeld massiv, so dass sich die Transaktion um mehrere Monate verzögerte. Dennoch setzte sich Airbus am Ende durch - trotz «Druck aus Wirtschaft und Politik, bei Boeing zu bestellen», wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.

Es ist mehr als ein Prestigeauftrag. In einem ersten Schritt wird Philippine Airlines Dutzende Jets beim europäischen Flugzeugbauer bestellen, um die Flotte zu vergrößern. So wird die Fluglinie gemäß philippinischen Quellen zehn Airbus A330-300 kaufen, um die Kurz- und Mittelstreckenflotte zu verstärken. Damit sollen unter anderem auch neue Ziele angeflogen werden - etwa im Nahen Osten, wo die Airline derzeit nicht mehr präsent ist, wie die Wirtschaftszeitung Business Inquirer berichtet. Hinzu kommt eine Bestellung von 44 A320neo und A321neo für die regionalen Ziele. Der gesamte Auftrag hat auf Basis der Listenpreise einen Wert von mehr als 7 Milliarden Dollar.

Letzte Chance für Boeing

Insgesamt will Philippine Airlines die Flotte um rund hundert Flieger vergrößern. Das lässt Boeing zumindest noch eine Chance auf ein paar Dutzend Bestellungen. Immerhin haben die Amerikaner bei den Langstreckenflugzeugen mit ihren B747 und B777 bislang in den Philippinen die Nase vorn. «Wir schauen uns bei Boeing derzeit die B777-300 ER an und die kommenden 777-X. Außerdem interessieren wir uns für die B787-9 Dreamliner», sagte Ang. Auch Airbus ist noch im Rennen.

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