Letzte Aktualisierung: um 16:06 Uhr
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Corona-Regeln missachtet

Griechenland statuiert Exempel an Wizz Air

Das Land warf der Billigairline vor, sich nicht an die Regeln bezüglich Coronavirus zu halten. Daher gab es kurzerhand ein Landeverbot für Wizz Air.

Wizzair

Wizzair-Jet: In Griechenland unerwünscht.

Was die Regeln bezüglich der Einreise von Touristen angeht, gehen die europäischen Länder derzeit nicht alle gleich vor. In Griechenland müssen Passagiere zum Beispiel Formulare mit ihren Daten ausfüllen und einen QR-Code für die Einreise vorweisen. Offenbar machen das aber nicht alle.

Wizz Air bekam das am Wochenende zu spüren. Griechenland gab am Sonntag (2. August) bekannt, Flugzeuge der ungarischen Billigairline nicht mehr ins Land zu lassen. In einer sogenannten Notam (Notice to Air Men oder zu Deutsch: Warnung an Piloten) verbot das Land Flieger von Wizz Air, in Athen zu landen. Die Airline habe nicht überprüft, ob Passagiere die nötigen Bedingungen für die Einreise erfüllten.

Wizz Air in Kontakt mit den Behörden

Offenbar wollte Griechenland an der Billigfluglinie ein Exempel statuieren. Denn: Es werden auch andere Airlines gewarnt, dass ihnen ähnliche Konsequenzen drohen, sollten sie die Passagiere nicht genügend prüfen. Das Flugverbot für Wizz hätte bis zum 14. August gegolten.

Wizz Air selbst erkannte den Fakt in einer Stellungnahme zunächst an. «Die Fluggesellschaft steht in enger Verbindung mit den lokalen Behörden und unternimmt alles in ihrer Macht Stehende, um ihre Passagiere nach Athen fliegen zu können», hieß es weiter. Sie erklärte zudem, dass man Passagiere, die vor Abflug nicht den QR-Code auf dem Handy oder auf Papier vorweisen können, nicht befördere. Anspruch auf Rückerstattung gebe es dann nicht.

Wizzair in Kontakt mit den Behörden

Offenbar reichte das schon aus. Nur wenige Stunden später gab Wizz bekannt, «dass das Unternehmen die Genehmigung erhalten hat, seinen Flugbetrieb vom und zum internationalen Flughafen Athen wie geplant fortzusetzen». Man schätze die Zusammenarbeit der griechischen Behörden in dieser Angelegenheit, so die Airline weiter.



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