Aquila A211: Der Hersteller baut keine Flugzeuge mehr.

A210, A211 und A212Deutscher Flugzeugbauer Aquila Aviation baut keine Flugzeuge mehr

Der Hersteller von Kleinflugzeugen aus Schönhagen bei Berlin hat die Produktion seines Zweisitzers eingestellt und einem Großteil der Belegschaft gekündigt. Für die Betreiber der rund 250 noch fliegenden Aquila Aviation ist die Zukunft ungewiss.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Aquila Aviation gehört zu den wenigen Herstellern von Kleinflugzeugen in Deutschland. Das 1996 am Flugplatz Schönhagen bei Berlin gegründete Unternehmen erlebte eine wechselvolle Geschichte mit zwei Insolvenzen und mehreren Eigentümern. Heute ist es in türkischer Hand. Bekannt wurde es mit dem Zweisitzer A210, zugelassen 2001, später modernisiert als A211 und ab 2019 als stärkere A212. Vor allem Flugschulen und Vereine schätzten ihn wegen seiner Flugeigenschaften und Verarbeitung. Insgesamt lieferte Aquila rund 270 Exemplare aus, etwa 250 davon sind noch in der Luft.

Doch mit dem Flugzeugbau made in Brandenburg ist nun Schluss. Wie das Magazin Aerokurier unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, hat Aquila Aviation die Produktion eingestellt und bewirbt den Zweisitzer auch nicht mehr auf seiner Website. Das letzte Flugzeug ging im August an einen deutschen Kunden, im selben Monat erhielten 32 der knapp 40 Beschäftigten die Kündigung. In guten Zeiten arbeiteten in Schönhagen bis zu 65 Menschen.

Ungewisse Zukunft für Betreiber der Aquila-Flieger

Übrig bleibt eine Rumpfmannschaft aus Entwicklung, Einkauf und Finanzen. Künftig verkauft Aquila nur noch Ersatzteile, die Zulassungen als Herstellungs- und Entwicklungsbetrieb will das Unternehmen aber behalten. Für die Betreiber wird es schwierig: Teile von Zulieferern kauft Aquila weiter ein, eigene Composite-Teile für die Zelle stellt der Hersteller aber nicht mehr her. Wie es mit der Versorgung weitergeht, wenn die Lager in Schönhagen leer sind, ist offen. Aquila selbst äußerte sich nicht.

Mehr zum Thema

Deutscher Kleinflugzeug-Hersteller Aquila Aviation gerettet

Deutscher Kleinflugzeug-Hersteller Aquila Aviation gerettet

Video

latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die D-AIHW von Lufthansa: Der Airbus A340-600 machte die Derière.
Jetzt ist es vorbei mit Airbus A340-600 bei Lufthansa. Zum Abschied des letzten Exemplares des Vierstrahlers blicken wir auf fünf Besonderheiten zurück, die ihn zu einem der faszinierendsten Langstreckenjets machten.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a321 p2f qantas
Einst beförderten sie Fluggäste für China Southern: Jetzt erweitert Qantas mit umgebauten A321 ihre Frachterflotte und fliegt mit den Airbus-Jets für die australische Post. Es ist die Ablösung für die BAE 146-300.
Timo Nowack
Timo Nowack