Der Vorschlag von Chapman Taylor für den neuen polnischen Airport.

Erste Architektur-EntwürfeSo könnte Polens neuer Großflughafen aussehen

Polen soll einen neuen Flughafen erhalten. Nun haben sechs britische Architekturbüros Entwürfe eingereicht, wie der neue Solidarność Airport aussehen könnte.

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Mit dem Centralny Port Komunikacyjny oder Solidarność Airport hat Polen Großes vor. Der neue Flughafen soll ein Drehkreuz in Osteuropa Richtung Asien werden, das es mit etablierten Hubs wie Frankfurt oder London aufnehmen kann. Dabei ist den Verantwortlichen offenbar auch eine atemberaubende Architektur wichtig.

Sie haben dazu sechs Architekturbüros aus Großbritannien um einen ersten Entwurf für den neuen Flughafen gebeten. Darunter sind in der Flughafenarchitektur bekannte Namen, wie Foster and Partners, die unter anderen den Stansted Airport in London, den nun nicht vollendeten Flughafen in Mexico City oder den Hongkong Airport entworfen haben. Das Büro des Stararchitekten schlägt ein Design vor, das zwei Terminals beinhaltet, ein schlüsselförmiges und ein x-förmiges. Durch viele transparente Materialien soll viel Licht in die Gebäude dringen. Durch Holzelemente soll der Architektur ein polnisches Flair gegeben werden.

Betreiber lassen alles offen

Auch Grimshaw ist mit dabei. Das Büro hat beispielsweise den Pulkovo Airport in St. Petersburg und die Erweiterung von London-Heathrow entworfen. Es hat sich von Polens Weg in die Demokratie inspirieren lassen. Der Flughafen soll simpel und funktional sein und unnötige Schnörkel weglassen. Die zentrale Prämisse dabei ist es, die Wege der Passagiere möglichst kurz zu halten.

Auch das Büro der kürzlich verstorbenen Zaha Hadid ist am Prozess beteiligt. Sie hat drei Konzepte vorgestellt, welche die Lage des zugehörigen Bahnhofs anders darstellen. Zudem sind einige in der breiten Öffentlichkeit weniger bekannte Namen dabei. Man lege sich noch in keiner Weise darauf fest, mit einem der Büros wirklich zusammenzuarbeiten, heißt es einer Pressemitteilung des Solidarność Airport. Ein nächster Schritt seien detaillierte Gespräche mit den Architekten.

Fürs Land wichtig

Von derzeit fast 18 Millionen Passagieren des Lotnisko Chopina in Warschau soll der Nachfolger die Kapazität auf vorerst 45 Millionen steigern. Er wird dazu so ausgelegt, dass diese Passagierzahl auf 100 Millionen steigen kann, wenn weitere Bauphasen umgesetzt werden. Starten sollen die Arbeiten 2021. Bei der geplanten Eröffnung 2027 soll das Drehkreuz laut Planungen mit 3000 Hektar fast um ein Drittel größer sein als der Frankfurter Flughafen.

Nicht nur für die Luftfahrt Polens ist das Projekt bedeutend, sondern auch für das gesamte Land. Ungefähr 35 Milliarden Zloty oder umgerechnet 8,1 Milliarden Euro soll der Bau der ersten Stufe mit 45 Millionen Passagiere kosten. Die geplanten Zug- und Straßenverbindungen könnten nochmals genauso viel erfordern. Der für das Projekt zuständige stellvertretende Infrastrukturminister Mikolaj Wild sprach derweil vom «größten Projekt in der modernen Geschichte Polens.»

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie die Entwürfe der sechs britischen Architekturbüros.

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