Eine Lockheed Constellation von Euravia: Damit begann alles.

Tui-Vorläuferin EuraviaNach zehn Tagen war die Airline bereits profitabel

Im Mai 1962 startete die kleine Airline Euravia zu ihrem Erstflug. Sie wuchs in 60 Jahren zur größten britischen Charterairinie heran - und wurde zum Kern der Tui Airlines.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Von so etwas träumen Manager von Fluggesellschaften. Am 5. Mai 1962 nahm Euravia den Betrieb auf. Mit einer Lockheed Constellation flog die neue britische Charterairline an jenem Dienstag vor sechzig Jahren Urlaubshungrige von Manchester nach Palma. Zehn Tage später überschritt sie bereits die Gewinnschwelle, ihre vier Flugzeuge waren voll ausgelastet.

Möglich machte das die Zusammenarbeit Euravias mit dem Reiseveranstalter Universal Sky Tours. Die Fluggesellschaft hatte damit ein Geschäftsmodell gefunden, das für sichere Einnahmen sorgte. 1964 stellte sie die Flotte auf Bristol Type 175 Britannias um und taufte sich zugleich in Britannia Airways um. 131.000 Fluggäste reisten in jenem Jahr mit ihr.

Medienunternehmer wird aufmerksam

Der Erfolg blieb auch Medienunternehmer Roy Thomson nicht verborgen, der sein Geschäft diversifizieren wollte. 1965 kaufte er die junge Fluggesellschaft. Das ermöglichte es Britannia, weiter in die Flotte zu investieren und auf schnellere und bequemere Düsenflugzeuge umzustellen.

Boeing 737-200 machten ab 1966 den Anfang, die Britannia direkt beim Hersteller bestellte. Das war neu für die Branche. Bis dahin hatten Charterairlines auf gebrauchte ältere Maschinen gesetzt, die billiger zu haben waren. Auch düpierte die Fluglinie damit die heimische Industrie, die auf einen Auftrag für gehofft und stark dafür lobbyiert hatte.

Großbritannien wird zu klein

Immer wieder machte Britannia auch mit Innovationen von sich reden. So war sie eine der ersten Charterairlines, die heiße Mahlzeiten, reservierte Sitze und Bordunterhaltung anbot. Das kam gut an. Bereits Anfang der 1970er-Jahre war Britannia die größte britische Charterairline.

In den späten 1970er-Jahren war Europa Britannia zu klein geworden. Die Ferienairline ging auf die Langstrecke, zuerst nach Australien und Neuseeland, in den Achtzigerjahren kamen Flüge nach Asien, Afrika und Nordamerika hinzu. Und gestartet wurde nicht mehr nur in Großbritannien, sondern auch ab Deutschland und Skandinavien.

Neuer Eigentümer und

Bis 1998 wuchs die Flotte auf drei Airbus A320, eine Boeing 737-800, 24 Boeing 757 und 13 767 an. Zwei Jahre später bekam Britannia wie auch die ganze Thomson Travel Group um sie herum eine neuen Besitzer: Tui. Und dei Airline änderte ihren Namen in Thomsonfly und später Thomson Airways.

Dadurch wuchs ein ganzes Portfolio an Airlines zusammen, die ab 2015 auch einen einheitlichen Auftritt bekamen: Tui betreibt Fluglinien in Belgien, Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden und Skandinavien. Die Flotte wurde ganz auf Boeing umgestellt und rundum erneuert. Sie besteht inzwischen aus mehr als 140 Jets, die meisten davon Boeing 737-800, 737 Max und 787 Dreamliner.

I der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie Aufnahmen aus der Geschichte von Britannia AIrways und ihren Vorläuferinnen und Nachfolgerinnen.

Mehr zum Thema

Boeing 757-200 mit dem Kennzeichen G-OOBB, hier 2013, als sie noch unter dem Namen Thomson Airways flog: Machte am 3. Oktober 2021 den letzten 757-Flug für Tui Airways.

Es ist vorbei mit Boeing 757 bei Tui

Dreamliner von Arkefly: Der Name verschwindet.

Warum Tui künftig mit Tui fliegt

Boeing 787 in den Farben von von Tui: In Deutschland wird sie nicht so schnell zu sehen sein.

Tuifly gibt Pläne für Boeing 787 auf

Flugzeuge von Eurowings und Tui über einer Küste (Montage): Urlaubsnachholfbedarf.

Deutsche buchen nach WM-Aus mehr Urlaubsflüge - und zwei Ziele profitieren besonders von der WM

Video

Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
boeing 787 dreamliner fenster knopf
Die Boeing 787 hat elektronisch dimmbare Kabinenfenster. Die Knöpfe für deren Bedienung müssen jedoch immer wieder ersetzt werden - auch, weil Fluggäste unnötig häufig drücken.
Timo Nowack
Timo Nowack
Ilyushin Il-114-300: Nur eingeschränkt zugelassen
Die russische Luftfahrtbehörde hat der Ilyushin Il-114-300 die Musterzulassung erteilt. Doch der Schritt hat einen Haken: Das neue Regionalflugzeug darf zunächst nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen abheben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg