Sukhoi Su-57: Erstflug absolviert.

ErstflugRussland bringt zweisitzigen Tarnkappenjet Sukhoi Su-57D in die Luft

Die neue Variante des russischen Kampfjets soll nicht nur Pilotinnen und Piloten ausbilden, sondern künftig auch Kampfdrohnen koordinieren. Moskau positioniert die Sukhoi Su-57D damit noch stärker als Antwort auf amerikanische Tarnkappenflugzeuge wie die Lockheed Martin F-35.

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Während Russlands Präsident Vladimir Putin nach Peking aufbrach, starteten in der Heimat den ersten Testflug der zweisitzigen Version der Sukhoi Su-57 - Nato-Code: Felon. Laut dem staatlichen russischen Flugzeugbaukonzern UAC, zu dem auch Sukhoi gehört, soll die Su-57 D - so der Name der Version - sowohl als Trainingsflugzeug als auch als fliegende Kommandozentrale eingesetzt werden, um etwa Fronteinsätze mit Kampfdrohnen zu koordinieren.

Ministerpräsident Denis Manturov erklärte, die Sukhoi Su-57 verfüge «über einzigartige Kampffähigkeiten. Der sehr wendige Jet mit seiner Länge von rund 20 Metern kann angeblich bei allen Wetterlagen über Land und Wasser operieren und selbst bei feindlichen Radarstöraktionen seine Ziele finden.

Sukhoi Su-57D konkurriert mit Lockheed Martin F-35 und Co.

Die Sukhoi Su-57 mit ihrer Maximalgeschwindigkeit von Mach zwei soll als vom feindlichen Radar nicht erfassbarer Mehrzweckkampfjet mit amerikanischen Pendants wie der Lockheed Martin F-22 Raptor oder der Lockheed Martin F-35 Lightning II konkurrieren. China wartet im Stealth-Bereich seit 2017 mit der Chengdu J-20 und seit 2021 mit der AvicC Shenyang J-35 als Fight-Gen-Jet auf. Die KAI KF-21 Boramae aus Südkorea ist noch nicht voll stealthfähig, doch soll die Fähigkeit zu einem spätere Zeitpunkt bekommen.

Der 1939 gegründete Flugzeugbauer Sukhoi geht auf den Namen des ersten Chefkonstrukteurs Pavel Sukhoi aus Belarus zurück. Das erste Modell war die propellergetriebene Su-2 als Aufklärer und leichter Erdkämpfer. Er konstruierte aber auch die ersten sowjetischen Militärjets mit Strahlantrieb. Diverse Sukhoi-Überschalljagdbomber folgten und durchliefen ihre Feuertaufe vor allem im Nahen Osten, als Ägypten und Syrien sie in den Nahostkriegen gegen Israel von 1967 und 1973 einsetzten. Aus diesen Erfahrungen entstanden die Su-24 und Su-25, mit denen die Sowjets in den Achtzigerjahren die Mudjahedin in Afghanistan in Schach hielten. Das Unternehmen überlebte den Mauerfall und den anschließenden Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 und entwickelt die Kampfjet-Serie bis heute weiter. Im Ukraine-Krieg setzt Russland die Einsitzer-Standardvariante der Su-57 bislang begrenzt auf Ziele aus großer Distanz ein.

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