Buffalo-Airways-Flieger: Müssen am Boden bleiben. Auf den kommenden Seiten sehen Sie weitere Impressionen der speziellen Fluglinie...

Buffalo AirwaysKanadische Kult-Airline muss am Boden bleiben

Buffalo Airways wurde durch die Serie Ice Pilots und ihre museumsreife Flotte bekannt. Nun hat die kanadische Airline aus Sicherheitsgründen die Lizenz verloren.

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Für Passagiere mit Flugangst war Buffalo Airways nie etwas. Dafür liebten Flugzeugfans sie umso mehr.  Die kanadische Fluggesellschaft mit Sitz in Yellowknife verbindet mit ihren Oldie-Flugzeugen wie DC-3 und DC-4 Orte in der kanadischen Peripherie am Polarkreis. Bekannt wurde sie durch die TV-Serie Ice Pilots. Sie ist die einzige Fluggesellschaft, die die DC-3 noch im Linienbetrieb einsetzt. Sie fliegt Passagiere von Buffalo Airways täglich außer sonntags von Yellowknife nach Hat River. Oder besser: Sie flog.

Denn die kanadische Transportsicherheitsbehörde hat der Fluggesellschaft die Betriebsgenehmigung entzogen. Buffalo Airways, so der Vorwurf, halte sich nicht an die regulatorischen Vorschriften der Behörden. So würde die Fluglinie etwa die Höchstmenge an Fracht überschreiten oder die nötigen Papiere nicht ausfüllen. Damit sei die Sicherheit der Passagiere nicht gegeben. Die Maßnahme ist laut der Behörde die einzige Möglichkeit, Buffalo Airways zu zwingen, sich an die Vorschriften zu halten.

Verhältnis von Buffalo Airways zur Behörde ist schlecht

Das Verhältnis zwischen Buffalo Airways und der kanadischen Transportbehörde ist nicht das beste. «Die Reaktionen der Fluggesellschaft auf von der Behörde identifizierte Probleme zeigen, dass es die Beziehung zwischen der Fluglinie und dem Regulator kontradiktorisch ist», heißt es in einer Mitteilung von Transport Canada. Die Fluggesellschaft selbst hat sich zu dem Grounding noch nicht geäußert. Auf ihrer Facebook-Seite erklärte sie nur, dass sie mit Partner-Fluglinien sicherstellen wird, dass die Passagiere an ihr Ziel gebracht werden.

Ins Visier der Behörde geraten war die Kult-Airline durch einen Crash im August 2013. An einem der Propeller einer DC-3 von Buffalo Airways war direkt nach dem Start ein Feuer ausgebrochen. Die Maschine legte daraufhin eine Bruchlandung hin, verletzt wurde niemand.

Erst nach Anpassungen wieder die Lizenz

Wie sich im Schlussbericht zum Unglück Anfang 2015 herausstellte, war der Flieger zu schwer beladen, außerdem wog Buffalo Airways das Gepäck vor dem Abflug nicht. Die Behörde rügte die Airline deshalb. Offenbar hat es nach dem Bericht keine Verbesserungen in den Abläufen gegeben. Erst wenn diese eintreten, erhält Buffalo Airways die Lizenz wieder.

Buffalo Airways wurde im Jahr 1970 von Joe McBryan gegründet. Man nennt ihn auch Buffalo Joe. Mit ihrer Flotte von über 50 museumsreifen Fliegern – von DC-3 über DC-4, DC-6, Douglas C-54 und Convair CV-240 hat sie unter echten Flugzeugliebhabern auch einige Fans.

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