Die ehemalige Fokker 28 Flotte von Canadian Regional am Flughafen Saskatoon: Die Flugzeuge wurden zerlegt.

Nach 20 Jahren Eine ganze Flotte Fokker F28 verrottete 20 Jahre in Kanada – jetzt kommt der Schredder

Fast 20 Jahre standen 15 ausgemusterte Fokker F28 auf einem kanadischen Flughafen und verfielen. Jetzt ist die einstige Canadian-Regional-Flotte bis auf drei gerettete Jets komplett zerlegt.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Im April 1962 kündigte Fokker auf der Hannover Air Show, dem Vorläufer der heutigen ILA, ein neues Flugzeug an. Die F28 der erste Jet von Fokker. Das Flugzeug erst für 50, später bis zu 79 Sitze, war speziell für kleine, wenig ausgebaute Flugplätze konzipiert, die bis dahin nur mit Propellermaschinen angeflogen werden konnten. Im Produktionszeitraum von 1967 bis 1987 baute Fokker 241 Exemplare.

Eine der größten Teilflotten betrieb zeitweise Canadian Regional. Die Airline war ein Ableger von Canadian Airlines International, die wiederum in den 1990er-Jahren Kanadas zweitgrößte Fluggesellschaft war. Ende der 1990er geriet Canadian Airlines so stark wirtschaftlich unter Druck, dass sie im Januar 2001 von Air Canada übernommen und vollständig integrierte wurde.

Teilflotte gammelte 20 Jahre lang vor sich hin

Neueigentümerin Air Canada sortierte die Fokker F 28 aus. 15 Maschinen gingen an Quest Aviation Holdings in Saskatoon in der Provinz Saskatchewan. Geplant war die Flugzeuge zu zu zerlegen, um sie als Ersatzteilspender zu verkaufen. Doch daraus wurde nichts. Stattdessen blieben die Jets rund 20 Jahre lang am Airport geparkt und verfielen nach und nach.

Damit ist es jetzt vorbei. Wie das Portal Up in the Sky berichtet, wurden 12 der einst 15 Flugzeuge mittlerweile demontiert. Nur drei Maschinen konnten gerettet werden. Die C-FTAV aus dem Jahr 1976 wurde von der Time Air Historical Society übernommen. Die beiden rund 55 Jahren alten Flugzeuge mit den Kennungen C-GYCR and C-GTIZ wurden von Privatpersonen übernommen. Damit ist auch das letzte an die kanadische Airline Geschichte.

Fünf Fokker 28 sind noch im Einsatz

Ganz vom Himmel verschwunden ist die Fokker F28 aber noch nicht. Laut Daten von CH-Aviation sind noch fünf Exemplare aktiv im Einsatz, allesamt bei Luftstreitkräften. Die argentinische Luftwaffe fliegt zwei Maschinen, je eine weitere steht bei der kolumbianischen und der philippinischen Luftwaffe sowie bei der indonesischen Luftwaffe TNI-AU im Dienst.

Sie interessieren sich für Luftfahrt. Wir auch – jeden Tag. Unsere Redaktion recherchiert die Geschichten hinter den Schlagzeilen und ordnet ein, was die Branche bewegt. Mit Ihrem Abo helfen Sie uns dabei und lesen gleichzeitig werbefrei. Und das auch noch für einen sehr günstigen Preis. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

Die Fokker 28 am Versuchsstand.

Ehemalige Germanair-Fokker kracht ungehindert auf Boden

Video

Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Szene aus «111 - Echoes from Halifax»: Der Film zeigt die Tragödie anhand menschlicher Schicksale nach.
Anne Walser ist Produzentin des Kinofilms «111- Echoes from Halifax». Im Interview erklärt sie, weshalb das Thema Absturz von Swissair-Flug SR111 auch nach mehr als 25 Jahren noch aktuell ist, wieso sie bewusst auf einen Katastrophenfilm verzichtete und wie sich das Team vorbereitete.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
lufthansa erster airbus a350 1000 erstflug 01
Der erste Airbus A350-1000 der deutschen Fluggesellschaft trägt den XXL-Kranich und hat nun erstmals den Boden verlassen. Noch sitzen aber keine Lufthansa-Piloten am Steuer.
Timo Nowack
Timo Nowack