Integral E von Aura Aero: Die Integral gibt es auch mit Kolbenmotor.

Vorläufige VerkehrszulassungElektro-Zweisitzer von Aura Aero steht kurz vor dem Erstflug

Aura Aero kann mit den Tests für ihren E-Flieger beginnen. Die Easa hat eine vorläufige Verkehrszulassung erteilt. Die Integral E soll in zwei Märkte vorstoßen.

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Geflogen ist sie noch nicht. Bei ihrer ersten öffentlichen Vorführung Ende Februar am Flughafen Toulouse-Francazal ist sie immerhin schon selbstständig einige Meter gerollt. Zur Aero Friedrichshafen, der größten Messe für die allgemeine Luftfahrt in Europa, kam die Integral E vom französischen Hersteller Aura Aero noch auf einem Anhänger.

Lange wird der Erstflug des rein elektrisch angetriebenen Zweisitzers allerdings nicht auf sich warten lassen, denn die europäische Flugsicherheitsbehörde Easa der Integral E jetzt eine vorläufige Verkehrszulassung - im Fachjargon auch als Permit to fly bekannt - ausgestellt, teilt Aura Aero mit.

Auslieferung ab 2026

Dank des grünen Lichts der Easa kann jetzt auch die französische Zivilluftfahrtbehörde DGAC grünes Licht für die Testkampagne geben. Gestartet wird in den kommenden Wochen. Aura Aero hat mittlerweile zwei Testflieger der Integral E gebaut. Ein dritter soll Ende des Jahres fertig sein. Die Easa-Zertifizierung ist für das kommende Jahr geplant. 2026 sollen dann die ersten Auslieferungen beginnen.

Aura Aero setzt bei der Integral E auf einen 150 Kilowatt starken Elektromotor von Safran.  Das Flugzeug kann eine Stunde in der Luft bleiben, bevor die 215 Kilogramm schweren Batterien am Boden wieder eine halbe Stunde geladen werden müssen. Die Zelle des zweisitzigen Side-by-Side-Tiefdeckers besteht aus Holz und Carbon.

Trainer und Schlepper

Mit der Integral E will der erst 2018 gegründete Flugzeughersteller auf zwei Märkte drängen. Einerseits soll das Flugzeug als Schulungsflugzeug etabliert werden. Passend dazu arbeiten die Franzosen mit der Airbus Flight Academy Europe zusammen. Andererseits soll es als E-Schlepper für Segelflugzeuge dienen. Laut Aura Aero sind acht Schleppvorgänge mit einer Batterieladung möglich.

Auch in diesem Bereich sind die Franzosen schon verknüpft. Zum einen mit der französischen Luftsportvereinigung Fédération Française Aéronautique und seit vergangenem Donnerstag auch mit dem Deutschen Aero-Club.

Partnerschaften helfen bei Markteinführung

Auf der Aero Friedrichshafen haben Aura-Aero-Chef Jérémy Caussade und Claus Cordes, der Präsident des Deutschen Aero-Clubs, eine Partnerschaftsvereinbarung unterzeichnet. Gemeinsam soll der Einsatz als Schlepper künftig getestet werden. Cordes erklärte, dass zwar die Anschaffungskosten hoch seien, aber die Betriebskosten deutlich geringer.

Die Partnerschaften dienen Aura Aero auch dazu, die Markteinführung der Integral E deutlich zu erleichtern. Jetzt wartet allerdings erstmal der Erstflug.

Era in vier Versionen

Bekannt ist der Hersteller für ihr Elektro-Regionalflugzeug Era. Der 19-Sitzer soll hybrid-elektrisch bis zu 1600 Kilometer weit fliegen. Rein elektrisch schafft es das Flugzeug mit Druckkabine rund 160 Kilometer weit. Angetrieben wird der Flieger von acht Motoren. Der Erstflug ist für 2026, die Auslieferung für 2028 geplant.

Auf der Luftfahrtmesse teilte Aura Aero mit, dass es bereits 495 Absichtserklärungen für den Kauf der Era gebe. Zudem wird es den Elektro-Flieger in vier Versionern geben, als Fracht-, Passagier- und Businessversion, sowie als Modell für spezielle Missionen.

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