Boeing 737-800 von KLM: Solche Flieger muss auch die Billigtochter Transavia ersetzen.

FlottenerneuerungSetzt KLM auf A321 Neo statt auf 737 Max?

Die niederländische Nationalairline fliegt zum Großteil mit Boeing. Auf der Suche nach einem neuen Kurz- und Mittelstreckenflieger schaut sich KLM nun auch bei Airbus um.

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KLM ist treuer Boeing-Kunde. Zwar besitzt die Nationalfluglinie der Niederlande etwas mehr als ein Dutzend Airbus A330 sowie bei ihrer Regionalsparte Cityhopper beinahe 50 Embraer E-Jets. Doch der überwiegende Teil Flotte setzt sich mit Boeing 737, 747, 777 und 787 aus Flugzeugen des amerikanischen Flugzeugbauers zusammen. Eigentlich sah es so aus, dass KLM ihre Boeing-Lastigkeit auch in Zukunft beibehalten will.

Erst im vergangenen Dezember tauschte KLM eine Order über sieben Airbus A350 mit ihrem Partner Air France gegen sechs weitere 787-9. Vergangene Woche empfing die Fluglinie zudem ihre fünfte Boeing 787-10. Doch nun lässt die immer noch mit einem Flugverbot belegte Boeing 737 Max KLM über eine Airbus-Order nachdenken.

737 Max lange logischer Nachfolger

Aktuell setzt die niederländische Fluglinie mehr als 50 Exemplare der Max-Vorgängerversionen 737-700, 737-800 und 737-900 ein. Für die ältesten der Kurz- und Mittelstreckenflieger möchte KLM mittelfristig Ersatz beschaffen. Da Jets dieser Typen auch beim gemeinsam mit Air France betriebenen Billigableger Transavia ersetzt werden sollen und dadurch Mengenrabatte winken, schien für KLM lange Zeit die Boeing 737 Max als logischer Nachfolger. Eine Order tätigte die Airline bisher aber noch nicht.

«Wir haben Vertrauen in die Rückkehr der Max, aber gleichzeitig schauen wir auch auf den Airbus A321, angesichts der Unsicherheiten, welche die Max umgeben», sagte KLM-Chef Pieter Elbers kürzlich laut der Zeitung De Telegraaf. «Ich weiß nicht, wann die Max zurückkehren wird und ich denke, in Toulouse sind sie sicherlich an einer möglichen KLM-Order interessiert.» Noch immer ist unklar, wann die Max ihre Wiederzulassung erhält - Boeing hofft auf eine schrittweise Wiederkehr ab dem Sommer.

Leasing als Lösung?

Sowohl bei einer 737-Max- als auch einer A321-Neo-Order müsste sich KLM wohl auf lange Wartezeiten gefasst machen. «Für einen wichtigen Kunden wie KLM gibt es immer Möglichkeiten, zum Beispiel über Leasingfirmen», beschwichtigt Dan Abraham, Boeings Vertriebsdirektor für Europa. Dies wäre aber auch eine Möglichkeit, um Airbus A321 schneller einflotten zu können. So plant etwa die bisher reine Boeing-Betreiberin Xiamen Airlines, bereits nächstes Jahr ihren ersten A321 Neo über einen Leasingpartner zu beziehen.

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