Die Notam und der Luftraum: Warnung vor russischen Raketen.

Vor KamtschatkaGefahr durch russische Raketen: Airlines müssen Umwege fliegen - im Luftraum, der von den USA kontrolliert wird

An drei Tagen mussten Fluggesellschaften zwischen Asien und Nordamerika Umwege fliegen. Es bestand ein Risiko durch russische Raketen. Und das in internationalem Luftraum, der von den USA kontrolliert wird.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Nach mehreren russischen Verletzungen des Nato-Luftraums, unter anderem durch Drohnen über Polen, warnte Boris Pistorius: «Putin will uns, Putin will die Nato-Mitgliedstaaten provozieren und er will vermeintliche Schwachstellen im Nato-Bündnis identifizieren, offenlegen und ausnutzen.» Der deutsche Verteidigungsminister sprach sich jedoch gegen eine militärische Reaktion aus: «Den Gefallen werden wir Vladimir Putin nicht tun», sagte er und bezeichnete das russische Vorgehen als «Eskalationsfalle».

Nun ist es am anderen Ende der Welt zu einer russischen Aktion gekommen, die den USA nicht schmecken dürfte. Allerdings kam dies nicht überraschend. So hieß es in einer Notam, einer aktuelle Mitteilung an Cockpitcrews: «Die russische Föderation plant, Raktenabschüsse durchzuführen.» Betroffen sei das Fluginformationsgebiet Anchorage Oceanic. Es liegt nahe der russischen Halbinsel Kamtschatka, gehört aber zu einem Teil des internationalen Luftraums, der von der US-Luftfahrtbehörde FAA kontrolliert wird.

Airlines flogen Umwege zwischen Asien und Nordamerika

Cockpitcrews wurden angewiesen, einen Korridor in dem Gebiet nicht zu durchfliegen. Zuerst fiel all dies Jon NYC auf, einem Social-Media-Nutzer, der sich der Luftfahrt widmet. Er rechnete aus, dass Umwege von rund 300 Seemeilen (555 Kilometer) anfielen.

Der rote Streifen zeigt die Zone, für die die Warnung vorlag.

Die Luftfahrtexperten von Ops Group bestätigten aeroTELEGRAPH die Existenz der Zone. Die Fachleute der Vereinigung von Flugplanenden merkten aber auch an, dass viele Flugrouten in der Region eh weiter südlich verlaufen.

Fluggesellschaften mieden die Zone der Raketen-Warnung

Nichtsdesttorotz ist beim Flugverfolgungsdienst Airnav Radar zu erkennen, dass der Bereich bewusst gemieden wurde. Die beiden folgenden Screenshots zeigen die Region am Mittwoch, den 24. September, um kurz nach 15 Uhr (Koordinierte Weltzeit oder kurz UTC) und zwei Wochen zuvor, am Mittwoch, den 10. September, nur wenige Minuten später.

Bild vom 24. September.
Bild vom 10. September

Ob und in welchem Umfang Russland tatsächlich Raketen in der Region abgeschossen hat, ist aktuell nicht bekannt.

Mehr zum Thema

ticker-izhavia-1

Lizenz von Izhavia entzogen: Bericht über herausgerissene Seiten aus Notfallhandbuch

ticker-izhavia-1

Russland: Nach Aus von Izhavia übernehmen acht Airlines die Fluggäste

Boeing 777 von Red Wings: Am Boden.

Russland fusioniert Krisen-Airlines zu einer Holding

ticker-russland

Russland verschärft Flugbeschränkungen im Luftraum um Moskau

Video

Flughafen Pereria: Massive Schäden am Terminal.
Ein Erdbeben der Stärke 7,4 hat im Westen Kolumbiens schwere Zerstörungen angerichtet und mindestens 110 Menschen das Leben gekostet. Auch der Luftverkehr ist betroffen: Sieben Flughäfen mussten ihren Betrieb einstellen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
skytraders airbus a319 antarktis 01
Ein Airbus A319 hat einen Notfallpatienten von einer Station in der Antarktis abgeholt. Die Kopilotin sagt, man sei den Grenzen der Leistungsfähigkeit des Flugzeuges nahe gekommen.
Timo Nowack
Timo Nowack
boeing 777 300 er jetairwass vt jeq
Mehr als sieben Jahre stand eine Boeing 777-300 ER der einstigen indischen Fluglinie am Flughafen Mumbai. Jetzt hat der Langstreckenjet von Jet Airways Indien verlassen - immer noch in der alten Lackierung.
Timo Nowack
Timo Nowack