Der Sonnenaufgang auf dem ersten Flug des Airbus A350 von Swiss: Naturschauspiel über dem Piemont.

HB-IFASchoggi-Flieger und Selfie-Fieber: Swiss hat ihren ersten Airbus A350 in Betrieb genommen

Am Frühen Samstagmorgen hob in Zürich die HB-IFA Richtung Mallorca ab - begleitet von Luftfahrtfans, Swiss-Mitarbeitenden und viel Emotionen. Inzwischen fliegt der erste Airbus A350 bereits zu anderen Zielen.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Inflight Service Personnel (M/F/D)

Feste Anstellung
Business Aviation
Goldeck-Flug GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Wien/LOWW/VIE
Pilatus Logo

Mechaniker & Spengler

Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs

Flug LX2152 ist die beste Wahl für alle, die ihre freien Tage optimal nutzen oder ein verlängertes Wochenende auf Mallorca verbringen möchten. Bereits um 6.30 Uhr startet er in Zürich und erreicht die Baleareninsel nur zwei Stunden später – genau rechtzeitig, um das Frühstück schon unter der mallorquinischen Sonne zu genießen.

So saßen am frühen Samstagmorgen (25. Oktober) bereits kurz nach fünf Uhr zahlreiche Paare und Familien am Gate B38 des Flughafens Zürich. Unter den 233 Reisenden fielen jedoch auch viele - vor allem männliche - Passagiere auf, die kaum nach Spaziergang in den Gassen von Palma, Baden am Caló des Moro oder Wandern zum Puig de Tossals aussahen. Sie waren nicht des Urlaubs wegen hier, sondern wegen des Ereignisses selbst: Am Gate wartete die HB-IFA, der erste Airbus A350 von Swiss.

Mit dem Airbus A350 bringt Swiss auch eine neue Kabine

Beim kommerziellen Erstflug des Flugzeugs mit imposanter Sonderbeklebung dabei zu sein, ist für Flugzeugfans ein Erlebnis, das sie sich nicht entgehen lassen. «Wir haben lange auf diesen Moment hingerarbeitet», sagte Swiss-Operativchef Oliver Buchhofer bei seiner Ansprache am Gate. Deshalb sei auch er aufgeregt. Die Erneuerung der Langstreckenflotte bringe Einsparungen beim Treibstoffverbrauch und mehr Komfort. Vor allem auch, weil im neuen Flugzeug auch eine neue Kabine Premiere feiert, Swiss Senses.

Das Präsent für die Fluggäste des Erstflugs: Ein Flugzeug aus Schokolade.

Dass der Airbus A350 wegen der Zuteilung eines späten Slots schließlich mit rund 40 Minuten Verspätung in Zürich abhob, kümmerte wohl die wenigsten an Bord. Für die meisten war der Weg das Ziel. Und so wurden an Bord auch viele Fotos geknipst. Und sehr viele Selfies. Swiss hatte ihnen beim Einsteigen ein kleines Geschenk zur Erinnerung überreicht - ein Flugzeug aus Schokolade, verpackt in einer Schachtel mit Erstflug-Banderole.

Viele flogen mit der HB-IFA gleich wieder zurück nach Zürich

Eine Wasserfontäne zur Begrüßung blieb der HB-IFA in Palma verwehrt. Während die Urlauberinnen und Urlauber rasch ausstiegen, nutzten die Luftfahrtfans die Gelegenheit, in der geleerten Kabine noch ein paar letzte Fotos zu machen. Viele von ihnen traten kurz darauf mit dem Airbus A350 auch gleich den Rückflug nach Zürich an.

Andere – darunter zahlreiche Swiss-Mitarbeitende - mussten zunächst prüfen, ob sie überhaupt noch einen Platz ergattern konnten. Für den Fall der Fälle hatten sie bereits Alternativrouten vorbereitet, meist über Barcelona. Doch das spielte kaum eine Rolle – entscheidend war für sie, beim allerersten Flug des Airbus A350 mit dem Taufnamen Lausanne dabei gewesen zu sein.

Und dann wird das Trainierte real: Durchstarten in Zürich

Für den ersten und vorerst einzigen Airbus A350 von Swiss, zu dem in den nächsten Wochen ein zweiter und kommendes Jahr weiter fünf Exemplare stoßen werden, beginnt nun die Arbeit. Er flog noch am Samstag nach Malaga, am Sonntagmorgen nach Düsseldorf (wo er übrigens doch noch einen Wassersalut bekam) und am Nachmittag wird es nach Prag gehen. Die Kurzstreckenflüge dienen der Crew, sich mit dem neuen Modell vertraut zu machen.

Wie hilfreich das ist, zeigte sich auch auf Flug LX2153, dem Rückflug aus Palma. Man kann zwar alles vorher in Trockenübungen lernen. Aber erst wenn Passagiere gewisse Dinge fragen oder tun, fallen gewisse Eigenheiten auf. Und auch bei der Landung konnten die Piloten gleich eine Situation üben, die sie im Simulator zwar bereits intensiv trainiert hatten, nun aber real wurde. Es herrschten fiese Scherwinde und so musste die HB-IFA den Landeanflug auf Piste 28 abbrechen und durchstarten. Sie landete darum erst nach einer weiteren Schleife in Zürich.

Ab Ende November fliegt der AIrbus A350 nach Boston

Ende November - voraussichtlich am 20. - geht die HB-IFA dann auf die Langstrecke, ihre Domäne. Die erste Route des Airbus A350 ist Boston. Sie wurde gewählt, weil sie mit einem einzelnen Flugzeug bedient werden kann.

Wir berichten, was in der Luftfahrt wirklich zählt – unabhängig, präzise, nah dran. Hinter jedem Artikel steht die Erfahrung erfahrener Luftfahrtjournalistinnen und -journalisten. Für den Preis von weniger als einem Getränk am Flughafen genießen Sie aeroTELEGRAPH werbefrei und sichern unsere Unabhängigkeit. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

Fake News: Angebliches Bild des Airbus A220 in Kittlä - doch es ist nicht echt.

Die vielen Fake News rund um den Airbus A220 von Swiss, der in Kittilä in den Schnee geriet

ticker-swiss

Zweiter Airbus A350 von Swiss verzögert sich

ticker-swiss

Airbus A320 von Swiss muss Start abbrechen

ticker-swiss

Swiss fliegt auch im Sommer 2026 wieder nach Heringsdorf

Video

airbus a330 antarktis
Im vergangenen Dezember landete erstmals ein Airbus A330 in der Antarktis. Jetzt gibt es reichlich Einblicke ins Cockpit während dieses Fluges.
Timo Nowack
Timo Nowack
Das Wrack der Beechcraft 1900 von Satena: Liegt in schwierigem Gelände.
Im Nordosten Kolumbiens ist eine Beechcraft 1900 auf dem Weg nach Ocaña abgestürzt. Alle 15 Menschen an Bord des Flugzeuges der Staatsairline Satena kamen ums Leben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.
Der Chef des weltgrößten Leasingunternehmens hat Ratschläge für Fluggesellschaften mit Triebwerken der neuesten Generation. Aengus Kelly warnt vor Problemen und Herausforderungen sowohl bei Kurz- als auch Langstreckenflugzeugen.
Timo Nowack
Timo Nowack