Ein Superjet 100 von Gazpromavia: Die Airline betreibt insgesamt zwölf Flugzeuge.

Nikita KologrivyRussischer Schauspieler schließt Superjet-Flüge vertraglich aus

Nikita Kologrivy ist ein berühmter Schauspieler in Russland. International bekannt könnte er nun werden, weil er Reisen in einem bestimmten Flugzeugtyp vertraglich ausschließt.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

In Deutschland ist Nikita Kologrivy nahezu unbekannt. In Russland ist der Schauspieler und Produzent ein Star. Der 30-Jährige hat in zahlreichen Blockbustern wie Balkan Line, Major Grom: Der Pestdoktor und Libido mitgespielt. Verheiratet ist er mit der Schauspielerin Alexandrina Pitirimova. Die beiden gelten als russisches Glamour-Paar.

Was Schauspieler Kologrivy mit der Luftfahrt verbindet, ist eine ungewöhnliche Klausel in seinen Verträgen mit russischen Produktionsfirmen: Für Reisen zu Dreharbeiten und zurück sind stets Business-Class-Tickets von Aeroflot zu buchen. Interessant wird es bei einer Ausnahme: Wenn der Flug mit einem Superjet des «Sukhov Design Bureau» durchgeführt wird, verzichtet der Schauspieler auf den Flug.

Explizit ausgeschlossen: Superjet

Sollte ein Flug mit einem Superjet erforderlich sein, sieht Kologrivys Vertrag vor, dass ihm alternativ ein anderes Flugticket oder eine Zugfahrkarte in der ersten Klasse mit einem Schnellzug gestellt wird. Der Schauspieler scheint wenig Vertrauen in das russische Flugzeug zu setzen.

Die Antwort von Rostec ließ nicht lange auf sich warten: Kurz nachdem die Vertragsdetails öffentlich wurden, lud der staatliche russische Technologiekonzern, zu dem auch die Flugzeughersteller UAC, Tupolev, Ilyushin und andere gehören, den Schauspieler via Telegram zu einem Werksbesuch in. Man wolle dort erläutern, warum der Superjet als eines der zuverlässigsten Arbeitspferde der zivilen Luftfahrt gelte, schrieb Rostec.

Red Wings springt auf

Zudem wies Rostec Kologrivy darauf hin, dass die Firma nicht Sukhov Design Bureau, sondern Sukhoi Design Bureau heiße – benannt nach dem Flugzeugkonstrukteur Pavel Osipovich Sukhoi. Das solle Kologrivy doch mal seinem Manager für die nächsten Vertragsverhandlungen sagen.

Nicht nur Rostec nutzte Kologrivys Vertrag für PR-Zwecke, auch Red Wings Airlines machte auf sich aufmerksam. Die russische Fluggesellschaft, die 21 Superjets betreibt, veröffentlichte Bilder prominenter Fluggäste, die mit dem Superjet reisten. Unter ihnen waren der Fußballtrainer Valery Karpin und der Spieler Evgeny Latyshonk.

Drei Abstürze seit 2008

Das aktuellste Unglück eines Superjets ereignete sich im Juli, als ein Flugzeug von Gazpromavia abstürzte und die drei Menschen an Bord ums Leben kamen. Es war der dritte Absturz seit dem Erstflug des russischen Modells im Mai 2008. Der erste Unfall ereignete sich am 9. Mai 2012 in Indonesien während eines Demonstrationsfluges, bei dem 45 Menschen starben. Am 5. Mai 2019 kam es zu einer weiteren Tragödie, als das Flugzeug nach der Landung in Moskau Feuer fing. 41 der 78 Menschen an Bord verloren ihr Leben.

Mehr zum Thema

Superjet 100 von Red Wings: Die Airline will expandieren.

Red Wings will eine große Frachtairline kaufen

Heckflosse eines Superjet von Aeroflot: Turbine versagte.

Aeroflot bestellt 20 weitere Superjet 100

Superjet in der Nähe von Moskau abgestürzt

Superjet in der Nähe von Moskau abgestürzt

nordatlantik

Russische Raketen-Warnung sorgt für Stress auf Flügen zwischen Europa und Nordamerika

Video

Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Tu-214 in einer Halle: S7 Airlines steht kurz vor der Bestellung von 100 Exemplaren.
Russlands Fluglinien brauchen dringend neue Flugzeuge. Die beiden größten des Landes, Aeroflot und S7 Airlines, reagieren nun mit Großbestellungen - sie wollen 190 Tupolev Tu-214 und Yakovlev MS-21 ordern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
vueling airbus a320 mann auf flugzeug
Sicherheitsvorfall am Flughafen Valencia. An dem spanischen Airport ist am Wochenende ein junger Mann auf ein Flugzeug von Vueling geklettert.
Timo Nowack
Timo Nowack