Airbus A350 von Qatar Airways am BER: Immer mehr Jets am Boden.

Vor Londoner GerichtQatar Airways verklagt Airbus wegen A350

Die Airline aus Doha zieht den europäischen Flugzeugbauer vor Gericht. Qatar Airways will so den Streit mit Airbus über Schäden an der Rumpfbeschichtung des A350 klären.

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Am 9. Dezember erreichte der Streit zwischen Qatar Airways und Airbus eine neue Eskalationsstufe. Der Flugzeugbauer beschuldigte die Airline der Falschdarstellung zum A350 und zu Problemen mit der Rumpfbeschichtung der Langstreckenjets.

Außerdem kündigte Airbus an, eine «unabhängige rechtliche Bewertung anzustreben, um den Streit beizulegen». Ob es dabei um die Vorbereitung einer Klage oder lediglich um ein Gutachten von dritter Seite ging, ließ der europäische Konzern damals allerdings offen.

Qatar Airways klagt vor Londoner Gericht

Die Antwort der Fluggesellschaft aus Katar fällt nun eindeutiger aus. «Qatar Airways hat heute Klage gegen Airbus erhoben», so die Airline am Montag (20. Dezember). Dies sei bei der Division Technologie und Bauwesen des High Court in London geschehen. Airbus bestätigte den Eingang der Klage und kündigte an, sich «mit Nachdruck zu verteidigen».

«Alle unsere Versuche, mit Airbus eine konstruktive Lösung für den beschleunigten Oberflächenverschleiß der Airbus A350 zu finden, sind leider gescheitert», schreibt die Fluggesellschaft in einer Mitteilung. Man habe daher keine andere Wahl gehabt, als eine rasche Lösung dieses Streits auf dem Gerichtsweg zu suchen. Mittlerweile habe man 21 Airbus A350 am Boden stehen aufgrund der Probleme mit der Rumpfbeschichtung.

Ursache des Problems noch nicht gefunden?

Man sei der festen Überzeugung, dass Airbus eine «gründliche Untersuchung» durchführen müsse, um die Ursache der Schwierigkeiten endgültig zu klären. «Ohne ein angemessenes Verständnis der Ursache des Problems ist es für Qatar Airways nicht möglich, festzustellen, ob eine vorgeschlagene Reparaturlösung das Problem beheben kann.»

Die Golfairline kritisiert den Flugzeugbauer schon seit Monaten für Schäden an der Rumpfbeschichtung von Airbus A350. Zuletzt wurde in diesem Zusammenhang auch der Blitzschutz ein Thema. Airbus erklärte allerdings, dass es sich dabei um ein separates Problem handele.

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