Bild aus harmonischeren Tagen: Der erste Airbus A350-1000 für Qatar Airways im Jahr 2019.

Streit um A350Airbus bezichtigt Qatar Airways der Falschdarstellung

Nun ist dem Flugzeugbauer der Geduldsfaden gerissen: Erstmals wehrt sich Airbus mit deutlichen Worten gegen die Vorwürfe von Qatar Airways zum A350 - und sucht eine rechtliche Lösung.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Seit Monaten schießt Qatar Airways gegen Airbus. Die Golfairline kritisiert den Flugzeugbauer für Schäden an der Rumpfbeschichtung der Airbus A350. Unter Verweis auf die eigene Luftfahrtbehörde hat sie mittlerweile 20 der Flugzeuge gegroundet. Zuletzt wurde in diesem Zusammenhang auch der Blitzschutz ein Thema.

Qatar-Airways-Chef Akbar Al Baker wählt immer drastischere Worte. Kürzlich sagte er sogar über Airbus: «Ich könnte sie wirklich ans Kreuz nageln.» Der Flugzeugbauer wies - wenn er sich äußerte - die Kritik stets sachlich von sich. Doch jetzt hat Airbus genug.

Kritik an «anhaltender Fehldarstellung»

«Angesichts der anhaltenden Fehldarstellung nicht-struktureller Oberflächenschäden an seiner A350-Flotte durch einen seiner Kunden ist es für Airbus notwendig geworden, eine unabhängige rechtliche Bewertung anzustreben, um den Streit beizulegen, den die beiden Parteien in direkten und offenen Gesprächen nicht beilegen konnten», teilt der Hersteller am Donnerstagabend (9. Dezember) mit. Den Airline-Namen nennt er nicht.

«Die Feststellungen im Zusammenhang mit der Oberflächenlackierung wurden von Airbus eingehend geprüft und von der Europäischen Agentur für Flugsicherheit Easa)bestätigt, dass sie keine Auswirkungen auf die Lufttüchtigkeit der A350-Flotte haben», schreibt Airbus weiter. «Der Versuch dieses Kunden, dieses spezifische Thema fälschlicherweise als Lufttüchtigkeitsproblem darzustellen, stellt eine Bedrohung der internationalen Protokolle zu Sicherheitsfragen dar», so der europäische Flugzeugbauer.

Offen für Wiederaufnahme eines Dialogs

Man bedauere zwar, einen solchen Weg einschlagen zu müssen, so Airbus. Doch sei es für das Unternehmen «notwendig geworden, seine Position und seinen Ruf zu verteidigen». Man habe «aktiv mit seinen Kunden zusammengearbeitet, um die Auswirkungen und Unannehmlichkeiten zu minimieren, die durch die Beschädigung der Oberflächen der Flugzeuge während des Betriebs entstehen». Alle Lösungen seien von diesem einen Kunden aber «ohne legitime Begründung» abgelehnt worden.

Airbus erklärt, man bemühe sich um die Wiederaufnahme eines konstruktiven Dialogs mit seinem Kunden in dieser Angelegenheit. Allerdings sei man nicht bereit, ungenaue Aussagen dieser Art weiterhin zu akzeptieren, so der Hersteller.

Lufthansa-A350 soll anderes Problem haben

«Darüber hinaus möchte Airbus klarstellen, dass die kürzlich von der Easa vorgeschlagenen Korrekturmaßnahmen, die durch Bereiche mit fehlender expandierter Kupferfolie an den Flügeln von 13 A350 aufgrund eines inzwischen angepassten Produktionsprozesses verursacht wurden, anderer Natur sind», heißt es. «Die begrenzte Anzahl von Flugzeugen wird gemäß der Easa-Richtlinie inspiziert werden.» Unter diesen 13 Flugzeugen befinden sich auch eines von Lufthansa und zwei von Qatar Airways.

Mehr zum Thema

Lufthansas Airbus A350 mit dem Kennzeichen D-AIXN: Gehört zu den betroffenen Jets.

Auch Lufthansa von Airbus-A350-Problem betroffen

Reuters zeigt erstmals Bilder von Schäden: Nur kosmetische Probleme?

Lackprobleme bei Airbus A350 legten Netzstruktur frei

Airbus A350: Mängel an Oberflächen gewisser Exemplare.

Europa sieht keinen Handlungsbedarf beim Airbus A350

Airbus A330 von Discover Airlines: Das Flugzeug ist der erste Airbus, der mit Aeroshark nachgerüstet wird.

Dieser Airbus wird gesharkt: In Dresden bekommt erstmals ein Airbus A330 die sparsame Haifischhaut

Video

eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack
Blick auf die Unglücksstelle: Die Boeing 767 F rutschte weit über die Piste hinaus.
Der Stimmenrekorder der in Miami verunglückten Boeing 767 F von liefert erstmals Einblicke in die entscheidenden Minuten im Cockpit. Einer der Piloten des FLuges von Amazon Air warnte wiederholt vor dem hohen Tempo, automatische Systeme schlugen mehrfach Alarm.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der ukrainische Präsident und seine Frau bei der Ankunft tin Norwegen: Es ging glimpflich aus.
Ein Drohnenalarm über Moldau bekommt durch neue Aussagen eine besondere Brisanz. Denn zur selben Zeit befand sich das Flugzeug des ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelenskyys in der Luft.
Laura Frommberg
Laura Frommberg