Embraer E195-E2: Mit den Fliegern will Porter in Nordamerika expandieren.

GroßauftragPorter Airlines will bis zu 80 Embraer E2-Jets

Nachdem die kanadische Regionalairline eigentlich mal vorgehabt hatte, mit dem Airbus A220 zu fliegen, hat sie sich umentschieden. Porter Airlines setzt auf das Konkurrenzprodukt von Embraer.

Top-Jobs

Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs

Spekulationen gab es schon, nun ist es offiziell: Porter Airlines hat bei Embraer fest 30 E195-E2 bestellt. Bereits Ende April war bekannt geworden, dass ein anonymer Kunde diese Menge geordert hatte. Die kanadische Regionalfluggesellschaft wurde damals gerüchteweise als wahrscheinlichste Käuferin gehandelt, bestätigte dies aber nie.

Embraer hat damit nicht nur einen neuen Kunden gewonnen, die Brasilianer können sich auch Hoffnungen auf Nachfolgeaufträge machen. Zusätzlich zu den 30 fest bestellten Flugzeugen sicherte sich Porter Optionen auf 50 weitere E195-E2 oder E190-E2. Sollte die Fluggesellschaft alle Optionen ziehen, hat die Bestellung einen Wert von 5,72 Milliarden Dollar, teilte Embraer am Montag (12. Juli) mit. Doch üblicherweise verhandeln Airlines und Flugzeugbauer hohe Rabatte bei derartigen Orders.

Bestellung mit Signalwirkung

Die Bestellung von Porter hat Signalwirkung. Nicht nur sind die Kanadier die erste Fluggesellschaft in Nordamerika, die sich für den Flieger aus brasilianischer Produktion entschieden haben. Sie haben sich auch gegen eine Bestellung von Airbus A220 entschieden –  immerhin ein Flugzeug, das ursprünglich vom kanadischen Produzenten Bombardier entwickelt worden war und in Kanada produziert wird.

Die Fluglinie hatte 2013 eine Absichtserklärung für den Kauf von bis zu 30 Bombardier C-Series CS100 unterzeichnet, wie der Airbus A220-100 damals noch hieß. Ihre Hoffnung, dass die Politik an der Hauptbasis am Billy Bishop Airport auch den Betrieb von Jets möglich macht und nicht nur wie bisher von Turboprops, scheiterte allerdings. Aktuell fliegt Porter Airlines nur mit De Havilland Canada Dash 8.

Betrieb am Flughafen Billy Bishop bleibt erhalten

Porter Airlines plant, mit den neuen Flugzeugen stark zu expandieren. Ab Porter Airlines' Basis am Stadtflughafen Billy Bishop in Toronto werden die E2-Jets nicht abheben. Die Fluggesellschaft will mit ihnen ab Ottawa, Montreal, Halifax und Toronto Pearson International «populäre Destinationen» anfliegen. Genaue Ziele werde man kurz  vor der Auslieferung bekannt geben. Bislang spricht man bei Porter nur von «Dutzenden Städten in Nordamerika».

Man bleibe dem Billy Bishop Airport dennoch treu, so Porter. Nach der Schließung im Zuge der Corona-Krise soll der Betrieb am 8. September wieder losgehen. Torontos Stadtflughafen sei essenziell für die Wiederaufnahme des Betriebs und die Entwicklung neuer Routen, heißt es von Porter. Dort wird sie weiterhin mit Dash 8 fliegen. Die ersten Embraer E195-E2 wird sie ab Mitte 2022 bekommen.

Mehr zum Thema

Dash 8 von Porter Airlines: Bald auch Embraer-Jets in der Flotte?

Porter Airlines zeichnet sich als mysteriöser E2-Kunde ab

Bald ein Jahr: Porter Airlines verlängert Flugstopp

Bald ein Jahr: Porter Airlines verlängert Flugstopp

Der Billy-Bishop-Flughafen: Derzeit keine Jets zugelassen.

Porter Airlines' große Wette

Anflug: Heute landen wir auf einem Inselflughafen.

Wie gut kennen Sie sich mit Inselflughäfen aus?

Video

An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.
Der Chef des weltgrößten Leasingunternehmens hat Ratschläge für Fluggesellschaften mit Triebwerken der neuesten Generation. Aengus Kelly warnt vor Problemen und Herausforderungen sowohl bei Kurz- als auch Langstreckenflugzeugen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbusa350edelweissbusinesssuite003
Alles neu bei Edelweiss: Die Schweizer Ferienfluglinie stellt ihre komplett neu entwickelte Airbus-A350-Kabine vor. Premium Economy, Business Suite und ein aufgewertetes Design sollen das Langstreckenerlebnis neu definieren – ohne die Ferien-DNA zu verlieren. Genau darin liegt die Chance. Und das Risiko.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
united airlines airbus a321 neo nosewheel
Harte Landung in Orlando: Ein Airbus A321 Neo von United Airlines hat bei der Ankunft in Orlando eines der Räder des Bugfahrwerkes verloren.
Timo Nowack
Timo Nowack