Der Billy-Bishop-Flughafen: Derzeit keine Jets zugelassen.

Porter Airlines' große Wette

Die Fluglinie will ab 2016 mit neuen Bombardier C-Series von Toronto aus starten. Dazu muss die Landebahn erweitert werden. Doch es gibt Widerstand.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Die Lage ist fast schon idyllisch. Auf einer kleinen bewaldeten Insel im Lake Ontario liegt der Billy Bishop City Airport. Das Stadtzentrum Torontos liegt in Sichtweite. Porter Airlines wählte den Flughafen zu ihrer Basis. Wegen der kurzen Landebahn besteht ihre Flotte derzeit aber vollständig aus Bombardier Q400 Turboprops. Vergangenen Monat jedoch bestellte die Fluggesellschaft zwölf neue C-Series CS100 bei Bombardier, mit Option auf 18 weitere Maschinen. Der Kauf hat einen Gesamtwert von über zwei Milliarden US-Dollar (1,5 Milliarden Euro/1,85 Milliarden Franken). Die neuen Maschinen könnten Poretr Airlines erstmals Flüge nach Los Angeles, Florida, Calgary und der Karibik ermöglichen.

Doch dazu fehlen der Piste momentan 168 Meter Länge – und das gleich auf beiden Seiten. Einem möglichen Ausbau müssten die Lokalpolitiker in Toronto genauso zustimmen, wie der Aufhebung des geltenden Jet-Verbots für den Billy Bishop City Airport. Porter-Airlines–Chef Robert Deluce rechnet sich für beide Änderungen gute Chancen aus. Denn kürzlich hätten die zuständigen Politiker zugestimmt, weitere Studien für einen Bau erstellen zu lassen. «Ich denke wir haben hervorragende Aussichten, die erforderlichen Genehmigungen zu bekommen. So könnten wir mit den neuen und leisen Flugzeugen schon im Januar 2016 durchstarten», sagte er gegenüber der Canadian Press.

Leise genug?

Kritiker sehen es freilich anders. «Ich bin zuversichtlich, dass der Antrag abgelehnt wird», sagte Stadtratsmitglied Adam Vaughan zu CTV News. Es sei für Toronto ganz einfach unmöglich in einer so kurzen Zeit die Umweltfolgen des Ausbaus abzuschätzen, sagt er. Porter verlangt ein Entscheid bis Juli. Sie stellen die neuen Pläne von Porter Airlines auch deshalb in Frage, weil sie Bedenken wegen einer zu geringen Nachfrage haben.

Die CS100-Maschinen sollen in ihrer Standard-Ausführung 100 Sitzplätze bekommen, die Q400 haben 76 Sitze. Auch dieses Argument erwiderte Deluce. Er könne sich vorstellen, dass so auch neue Passagiere aus dem Einzugsgebiet um Toronto angesprochen werden, oder gar Passagiere anderer Flughäfen. Zudem würden bestimmt auch andere Gesellschaften mit der neuen C-Series von Toronto aus abheben – allerdings nur, wenn sie Slots bekämen. Westjet meledete bereits Interesse an.

Das Management sorgte vor

Porter Airlines sorgte für den Fall eines Neins vor. Die Order beim Bombardier ist an die Bedingung geknüpft, dass die Änderungen am Billy Bishop City Airport durchkommen - und dass die C-Series wirklich so leise ist, wie Bombardier versprach.

Mehr zum Thema

Bombardier Global 6500: Darf in den USA nicht verkauft werden, sagt Präsident Donald Trump.

Trump will Bombardier aus den USA verbannen - doch die Drohung birgt einen sachlichen Fehler

ticker-bombardier-neu

Bombardier übernimmt kanadisches Werk von Mitsubishi

Bombardier Challenger 3500: Die Ryanair Group hat vier Flugzeuge im Portfolio.

Ryanairs geheime Bombardier-Challenger-Flotte

ticker-bombardier-neu

Südkorea setzt bei zweitem Militärprogramm auf Bombardier Global 6500

Video

midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies