Airbus A350 in den Farben von Iran Air: Der Deal ist gefährdet.

Airbus und BoeingMilliardendeals von Boeing und Airbus im Iran gefährdet

Das Repräsentantenhaus der USA hat Vorlagen verabschiedet, die Flugzeugkäufe an den Iran verbieten wollen. Das bedroht die Aufträge von Boeing und Airbus.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d) am Flughafen Mallorca

Mallorca
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Spanien
Top jobs
Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Es geht um eine Jahrhundertchance. Die Einigung im jahrelangen Atomstreit führte dazu, dass Mitte Januar die Sanktionen des Westens gegen den Iran aufgehoben wurden. Das eröffnet Unternehmen in Europa und Nordamerika ganz neue Chancen in einem potenziell riesigen Markt.

Kein Wunder, dass alle Flugzeugbauer erpicht darauf waren, möglichst schnell mit der Regierung in Teheran ins Geschäft zu kommen. Doch nun drohen die ersten gemachten Deals zu scheitern. Das Repräsentantenhaus der USA hat vergangene Woche zwei Gesetzesänderungsvorlagen mit großer Mehrheit verabschiedet, die verhindern sollen, dass der Iran westliche Flugzeuge kaufen kann.

Waffen an Syrien und Hisbollah?

Die amerikanische Exportkontrollbehörde – das so genannte Office of Foreign Assets Control – soll damit daran gehindert werden, eine Lizenz zum Verkauf von Fliegern an den Iran auszustellen. Diese braucht aber jeder Flugzeugbauer, der liefern will. Zudem soll die Finanzierung durch US-Institutionen verhindert werden.

Hinter der Gesetzesnovelle steht der Republikaner Peter Roskam. «Dem iranischen Regime solche Flugzeuge zu geben, bedeutet, ihnen ein Produkt zu geben, das für militärische Zwecke genutzt werden kann» erklärt er. Der Iran sei immer noch der größte Unterstützer von Terror in der Welt. Die Flieger könnten am Ende gebraucht werden, um das Regime in Syrien oder die Hisbollah im Libanon mit Waffen zu beliefern, so Roskam.

Keine Exportlizenzen

Nun muss noch der republikanisch dominierte Senat den beiden Anträgen zustimmen. Sagt auch er Ja, drohen die Deals von Airbus und Boeing mit dem Iran zu scheitern. Der europäische Flugzeugbauer hatte Ende Januar 118 Flugzeuge an Iran Air verkauft. Da mehr als zehn Prozent der Bauteile aus den USA stammen, muss auch Airbus eine US-Exportlizenz einholen. Boeing hat im Juni mit Iran Air eine Absichtserklärung über einen Flugzeugkauf unterzeichnet. Die Rede ist dabei von 100 Fliegern.

Boeing-Chef Dennis Muilenburg kritisierte im TV-Sender CNBC die Maßnahme umgehend. Zugleich erklärte er aber, wenn sein Unternehmen keine Lizenz bekomme, dürfe auch Airbus keine erhalten.

Mehr zum Thema

airbus a320 neo (1)

Geheimnisvoller Kunde bestellt 100 Jets bei Airbus - und dahinter verbirgt sich ein Riese

ticker-airbus-konzern-

Airbus erhielt im März Bestellungen für mehr als 300 Flugzeuge

ticker-airbus-beluga

Airbus bündelt Digitalgeschäft in neuer Skywise-Tochter

ticker airbus defence

Airbus testet in Norddeutschland «Bird of Prey»-Abfangdrohne gegen Kamikaze-Drohnen

Video

Tecnam P2012 VIP von außen: Der Innenraum ist neu.
Tecnam will mit der P2012 als VIP-Version einen neuen Markt erobern - dank italienischem Design, Alcantara-Interieur und Espressomaschine an Bord. Doch es gibt einen Dämpfer.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa neue uniformen 23
Sie wurde gemeinsam mit Hugo Boss entworfen: Zum ersten Mal seit 24 Jahren präsentiert Lufthansa eine neue Uniform. aeroTELEGRAPH war bei der Vorstellung in Frankfurt dabei.
Timo Nowack
Timo Nowack
Saab Global Eye: Basis ist eine Bombardier Global 6000/6500.
Wie kann eine rohstoffreiche und strategisch immer wichtigere Region wie die Arktis überwacht und im Ernstfall verteidigt werden, angesichts klirrender Kälte und riesiger Ausdehnung? Hersteller wie Boeing, IAI und Northrop Grumman buhlen mit ihren Systemen um Kunden. Ihr härtester Konkurrent kommt aber aus Europa: Saab GlobalEye.
gerard al fil
Gérard Al-Fil