Vorne sitzen die Business-Gäste. Eine feste Grenze zur Economy gibt es nicht, laut Sitzplan richtet sich die Größe der Business Class nach der Nachfrage. Im Normalfall umfasst sie die ersten sieben Reihen. Dahinter folgt die sogenannte Preferred Zone. Dabei handelt es sich um gewöhnliche Economy-Sitze, die Lufthansa wegen ihrer Lage weiter vorne gegen Aufpreis verkauft. Wer dort sitzt, ist nach der Landung schneller aus dem Flugzeug.
Airbus A220 bei Swiss, ITA Airways und Air Baltic
Mehr Platz gibt es erst in Reihe 12 an den Notausgängen. Die Kabine reicht bis Reihe 32, in der letzten Reihe gibt es allerdings nur die Plätze D, E und F. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich eine Toilette. Insgesamt hat der A220 von City Airlines drei Toiletten, eine davon barrierefrei im Heck.
Sitzplan Airbus A220-300 von Lufthansa City Airlines. Lufthansa City Airlines
Die Flugzeuge von Lufthansa City Airlines werden die ersten in Deutschland registrierten Airbus A220 sein. Neu in der Lufthansa Group ist das Muster aber nicht. Swiss übernahm Mitte 2016 als weltweit erste Airline das Vorgängermodell Bombardier CS100, den heutigen A220-100. Die größere Version A220-300 fliegt bei den Schweizern seit 2017. Auch ITA Airways setzt den Typ ein. Und über verschiedene Wet-Lease-Vereinbarungen sind zudem A220 von Air Baltic für die Lufthansa Group unterwegs. Doch wie unterscheiden sich die Kabinen der Schwestergesellschaften?
Swiss bestuhlt Airbus A220 mit drei Sitzen weniger
Swiss betreibt 21 eigene A220-300, sieben von Air Baltic fliegen zudem gerade für die Lufthansa-Tochter. Die eigenen Flugzeuge hat Swiss mit 145 Plätzen bestuhlt. Die Business Class umfasst laut Sitzplan die ersten sechs Reihen. Dort bleibt auf der Zweierseite abwechselnd Platz A oder C frei, auf der Dreierseite der Mittelsitz. Dahinter verkauft auch Swiss eine Preferred Zone, sie reicht von Reihe 7 bis 10. Mehr Beinfreiheit gibt es in Reihe 12. In Reihe 11 und auf den Plätzen 30A und 30C lässt sich die Lehne nur eingeschränkt zurückstellen. Bei den Toiletten unterscheidet sich Swiss nicht von City Airlines.
ITA bestuhlt ihre 19 Airbus A220-300 mit drei Plätzen mehr also 148 Plätzen. Die Business Class umfasst nur zwei Reihen mit je vier Sitzen, der Mittelsitz bleibt frei. Reihe 1 verkauft ITA als Privacy Seats, Reihe 2 als Classic Seats. Dahinter reicht die Preferred Zone bis Reihe 16, mit mehr Beinfreiheit am Notausgang in Reihe 14. Es folgen Classic Seats in den Reihen 18 bis 23 und Back Seats ab Reihe 24. Anders als bei City Airlines ist die letzte Reihe voll bestuhlt. Auch ITA hat drei Toiletten, eine barrierefreie weist der Sitzplan aber nicht aus.
Keine Reihe 13 im Airbus A220
Air Baltic ist mit rund 50 Exemplaren die größte Betreiberin des Airbus A220-300 in Europa und war 2016 Erstkundin der größeren Version. Die meisten Flugzeuge haben 148 Sitze, es gibt aber auch eine Variante mit 149 Plätzen. Die Business Class ist wie bei City Airlines flexibel, der Vorhang wird je nach Nachfrage verschoben. Wie bei Swiss bleibt dort auch auf der Zweierseite ein Platz frei, verkauft werden nur die Fenster- und Gangplätze. Dahinter folgen Priority Seats im vorderen Teil der Kabine, mehr Beinfreiheit gibt es in Reihe 14 am Notausgang. Den Rest der Kabine bilden reguläre Economy-Sitze.
Sitzplan: ITA Airways' A220-300. ITA Airways
Airlines, Flughäfen, Flugzeuge und die Menschen dahinter: Wir berichten täglich über eine Branche, die uns fasziniert. Mit Ihrem Abo sorgen Sie dafür, dass wir das unabhängig tun können - und lesen aeroTELEGRAPH werbefrei. Und das noch zu einem sehr günstigen Preis. Jetzt hier klicken und abonnieren