Einer Prototypen des Lilium Jet: Kein schöner Anblick mehr.

Evtol Lilium JetLiliums Prototypen sind nur noch Wracks

Der deutsche Evtol-Entwickler ging 2024 in die Insolvenz, eine Rettung gelang nicht. Nur die Patente von Lilium wurden verkauft. Zwei Prototypen des Lilium Jet befinden sich mittlerweile in einem bedauerlichen Zustand.

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«Wir wollen Hunderte Lilium Jets pro Jahr produzieren. Natürlich nicht am Anfang, die Produktion werden wir langsam hochfahren» - dieses Ziel gab der damalige Lilium-Verkaufschef Sébastien Borel noch im Frühjahr 2024 im Gespräch mit aeroTELEGRAPH aus.

Doch daraus wurde nichts. Das deutsche Unternehmen, das den Senkrechtstarter Lilium Jet entwickelte, ging noch im Herbst 2024 in die Insolvenz. Verkaufsversuche scheiterten, eine Staatsbürgschaft gab es nicht. Schließlich verkaufte der Insolvenzverwalter die Patente der Evtol-Firma für 18 Millionen Euro an Liliums Konkurrenten Archer Aviation aus den USA.

Liliums Prototypen sind trauriger Anblick in Oberpfaffenhofen

Die von Lilium am Flughafen Oberpfaffenhofen genutzten Hallen wurden derweil an andere Unternehmen vermietet. Das Münchner Start-up Vaeridion, das ein Elektroflugzeug entwickelt, übernahm beispielsweise die Batterieproduktionsstätte.

Dieser Prototyp sieht noch etwas besser aus.

Nun sind Fotos von zwei demontierten Prototypen des Lilium Jets aufgetaucht. Beide haben keine Flügel mehr. Der eine, in Beige, steht noch auf seinem Fahrwerk und sieht aus, als wäre er kontrolliert auseinandergebaut worden. Bei dem anderen, in Grau, klafft dagegen ein Loch oben im Rumpf, die meisten Scheiben sind geborsten.

«Veräußerung der beiden Prototypen nicht möglich»

Eine Sprecherin des Insolvenzverwalters erklärt aeroTELEGRAPH: «Die Prototypen wurden nicht veräußert.» Man habe die Angelegenheit in den vergangenen Monaten umfassend geprüft. «Nach aktuellem Stand ist davon auszugehen, dass eine Veräußerung der beiden Prototypen aus rechtlichen Gründen nicht möglich ist.» Weitere Details könne man derzeit nicht nennen, so die Sprecherin.

Beide Prototypen sowie Teile von Tragflächen und Fahrwerk.

Der Lilium Jet hätte bis zu sechs Fluggästen Platz bieten und mit ihnen bis zu 400 Kilometer weit fliegen sollen - angetrieben von 30 Elektro-Mantelpropellern. Auslieferungen waren bereits ab 2026 geplant. Nun sind nur noch zwei zerlegte und zerstörte Prototypen übrig.

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