Riesen-OrderIran beglückt Airbus mit A380-Bestellung

Der Iran erlöst Airbus' Superjumbo aus der Orderflaute. Das Verkehrsministerium kündigt an, acht Airbus A380 zu kaufen. Und das ist nur ein Teil einer viel größeren Bestellung.

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In den letzten Jahren herrschte beim Airbus A380 eine Orderflaute. Statt auf den Superjumbo mit vier Motoren setzten Airlines eher auf zweistrahlige Modelle, die flexibler einsetzbar sind. Nur 3 A380 konnte Airbus absetzen - an einen noch unbekannten Kunden.

Nun konnte Airbus aber endlich wieder einen Auftrag für den Jet an Land ziehen. Der Flugzeugbauer profitiert vom Ende der Wirtschaftssanktionen gegen den Iran. Das Land will schon am Mittwoch in Paris einen Vertrag über den Kauf von 8 Airbus A380 unterzeichnen. Irans Präsident Hassan Rouhani besucht die französische Hauptstadt als letzte Station seiner Europareise.

Auch A350 gehören zur Order

Ab 2019 sollen die A380 zur Flotte der Nationalairline Iran Air stoßen, kündigte Vize-Verkehrsminister Asghar Fachrieh Kaschan gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters an. Die acht Superjumbos sind nur ein Teil einer viel größeren Bestellung. Insgesamt geht es um 127 Jets, die der Iran bei Airbus bestellt. Laut Reuters sind die meisten der Flieger neu, so etwa auch 16 Airbus A350. Aber auch A320 und A330 sind dabei. Vergangene Woche war noch von 144 Flugzeugen die Rede, eine Mischung aus A320 und gebrauchten A340.

Die Großbestellung heißt aber nicht, dass die anderen Flugzeugbauer nun verloren haben. 400 bis 500 Flugzeuge braucht das Land, um seine museumsreife Flugzeugflotte zu erneuern. Daher dürfte man sich auch bei Boeing schon einige Hoffnungen machen. Auch Boeings größter Passagierflieger, die Boeing 747-8 Intercontinental, könnte eine Großbestellung dringend brauchen. Die Nachfrage nach dem Jumbo war zuletzt so gering, dass der Hersteller den Output auf nur noch eine halbe Boeing 747im Monat heruntergeschraubt hatte.

Auch Boeing, Bombardier, Mitsubishi und Sukhoi hoffen auf Aufträge

Laut Vize-Verkehrsminister Kaschan interessiert man sich aber nicht nur für die großen Produzenten. Auch mit Sukhoi in Russland führe man Gespräche über einen Kauf von Superjets 100. Regionalflugzeuge braucht man im Iran nämlich ebenso dringend. Mit Bombardier führe man über die C-Series ebenfalls Gespräche, ebenso wie mit Mitsubishi über den Kauf von MRJ Regional Jets.

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