Air-China-Jumbo: Die erste 747-8-Order des Jahres.

Erste Jumbo-Order des Jahres

Air China bestellt B747-8 bei Boeing - eine willkommene Erfolgsmeldung. Großflieger verkaufen sich gerade schlecht.

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Auf dem Markt für Großraum-Flieger herrscht derzeit gespenstische Ruhe. Airbus musste seine Lieferziele für den A380 fürs laufende Jahr kürzlich zurückschrauben. Erst vier Flieger verkauften die Europäer bislang 2012. Ursprünglich lag das Jahresziel bei 30 Stück. Bei Boeings neuer Version der B747 lief zuerst gar nichts. Erst jetzt ging die erste Bestellung des Jahres ein. Air China wandelte eine Absichtserklärung über den Kauf von fünf der neuen Jumbos in eine feste Bestellung um. Insgesamt 40 Stück der B747-8 wurden damit insgesamt bisher bestellt. Für die Amerikaner ist das aber noch längst kein Grund, sich auf die Schulter zu klopfen.

Bis die Jumbos die Entwicklungskosten wieder hereinholen, dürfte es bei beiden großen Herstellern deshalb noch einige Zeit dauern. Verspätungen und Anpassungen kosteten Boeing bereits Milliarden, und Airbus hatte durch die Probleme mit den Haarrissen an den Tragflächen und auch durch Verspätungen ebenfalls Kosten in Milliardenhöhe zu gewärtigen. Nun macht es die schleppende Entwicklung am Markt den Jumbos zusätzlich schwer. Ursprünglich sollten größere Jets deshalb nachgefragt werden, weil Airlines in Zeiten immer schneller wachsender Passagierzahlen mit großen Flugzeugen effizienter arbeiten können. Auch die Flughäfen, die bereits an ihren Kapazitätsgrenzen arbeiten, könnten mit der B747-8 und dem A380 theoretisch entlastet werden.

Mehr Flexibilität bei kleineren Fliegern

Doch Passagiere wollen eben auch Flexibilität und Vielfalt, was ihre Reiseoptionen betrifft. Fluggesellschaften bestellen aus diesem Grund verstärkt kleinere Jets wie den Dreamliner oder die B777. Für sie ist es eben doch ein Risiko, auf jedem Flug sicher 500 Sitze füllen zu müssen. Eine zweistrahlige B777-200-ER kann fast genauso weit fliegen wie der vierstrahlige Jumbo - ist aber schneller gefüllt und ebenso effizient.

Doch die Hersteller sehen trotzdem noch einen Markt für die Flieger. Sie setzen auf aufstrebende Nationen, die mit hohen Einwohnerzahlen und einer wachsenden Mittelklasse auch ein überdurchschnittliches Passagierwachstum aufweisen. In der Branche sieht man als die vielversprechendsten Zukunftsmärkte momentan China und Indien an. Von der Nachfrage aus diesen Ländern hängt wohl auch langfristig die Zukunft der Jumbo-Programme ab. Airbus-Chef Fabrice Bregier ist da zuversichtlich. China sei noch nicht ganz da wo das Land sein könne. Aber die Volksrepublik werde sich zu einem riesigen Markt für den A380 mausern. Da sei er sich sicher, erklärte bei der Luftfahrtmesse ILA in Berlin gemäß der Nachrichtenagentur Bloomberg.

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