Lounge in an Airbus A380 of Emirates.

Tim Clark kritisiert auch British und LufthansaEmirates gibt Air France schlechte A380-Zensuren

Immer mehr Fluggesellschaften flotten ihre Airbus A380 aus. Emirates-Präsident Tim Clark sagt, Air France, British Airways und Lufthansa hätten beim Superjumbo vieles falsch gemacht.

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Noch drei Jahre lang sind sie zu sehen. Dann verabschiedet Air France den letzten ihrer zehn Airbus A380. Ersetzt werden die Superjumbos entweder durch Airbus A350 oder Boeing 787. Die Entscheidung, welches Modell die französische Nationlairline als Ersatz wählt, fällt schon bald.

Es brauchte erst eine neue Führung, damit sich Air France vom A380 trennen konnte. Benjamin Smith als Chef von Air France-KLM und Anne Rigail als Chefin von Air France – beide erst seit Ende 2018 im Amt –  machten schnell klar, dass sie wenig vom Doppelstöcker halten. Zu groß und zu teuer sei der Flieger, erklärte die Managerin kürzlich sehr deutlich. Man habe zudem viele Probleme mit ihm, nicht nur mit den Triebwerken.

«Business-Class-Sitze wie aus den Neunzigerjahren»

Tim Clark kann das nachvollziehen. «Der Airbus A380 passte nicht zu Air France», sagte der Präsident von Emirates nun zum Portal Airlineratings. «Wenn man eine Subflotte von zehn Exemplaren hat, ist es ein Alptraum; die Kosten gehen durch die Decke», so der Manager. Wenn man hundert besitze, seien die Stückkosten viel tiefer und es rechne sich. Ohne den A380 wäre Emirates nie dort, wo man heute sei, so Clark. Der Flieger habe geholfen, schneller zu wachsen.

Der Emirates-Präsident sieht noch einen anderen Fehler bei Air France. Die Franzosen hätten die Chance nicht genutzt, aus dem A380 etwas Besonderes zu machen. Man könne in so ein teueres Flugzeug keine «Business-Class-Sitze wie aus den Neunzigerjahren, keine First Class wie in den Achtzigern und einen Economy-Sitz und ein Economy-Unterhaltungssystem wie in den Neunzigern» einbauen. Air France habe aus dem Flugzeug einfach ein weiteres gemacht, statt ein außergewöhnliches.

British Airways hat zu wenig A380, glaubt Clark

Emirates habe dagegen auf Extras wie Duschen, eine Bar oder riesige TV-Schirme gesetzt. «Air France und Lufthansa war einfach mehr vom Gleichen», so Clark. Auch British Airways kritisiert er. Die Fluggesellschaft habe zu wenig A380, eigentlich hätte sie auch hundert davon gebraucht, so der Manager. Großbritannien habe 62 Millionen Einwohner und der Flughafen London-Heathrow sei chronisch verstopft. «Das hätte für die funktioniert», so Clark zu Airlineratings.

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