Boeing 777-9 in Emirates-Farben: Die Airline setzt noch stärker auf das Modell.

Boeing 777-10Boeing prüft größere Version der Boeing 777X - Emirates dankt mit Großbestellung

Emirates sorgt zum Auftakt der Dubai Air Show 2025 direkt für Schlagzeilen. Und das nicht nur durch die Größe ihrer Bestellung, sondern vor allem auch durch deren Signalwirkung. Die Airline ordert 65 weitere Boeing 777-9 - und sichert sich zugleich Umwandlungsoptionen für eine größere Version der 777X, die es noch gar nicht gibt.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Wenn die Messe in der Heimat stattfindet, muss man für einen guten Auftakt sorgen. So oder so ähnlich hat man es sich bei Emirates vielleicht überlegt. Die Fluggesellschaft aus Dubai nutzt den ersten tag der Dubai Airshow 2025 für einen großen Deal: Die Fluggesellschaft bestellt 65 weitere Boeing 777-9 im Wert von 38 Milliarden Dollar nach Listenpreisen.

Die wirklich spannende Neuigkeit versteckt sich aber in den Details der Bestellung. Denn Emirates hat sich auch die Möglichkeit gesichert, diese neu bestellt 777-9 in zwei andere Varianten umzuwandeln: die kleinere und bereits bekannte 777-8 – und die 777-10.

Emirates drängt schon länger auf eine größere Boeing 777X

Damit erhält Boeings Machbarkeitsstudie für den gestreckten Jet erstmals substanzielle Unterstützung eines Großkunden. Emirates macht keinen Hehl daraus, dass sie auf größere Kapazitäten drängt. Die Fluglinie verweist auf wachsende Verkehrsströme und zunehmende Engpässe an Flughäfen – und fordert seit Langem ein Flugzeug, das noch mehr Sitzplätze bietet als die 777-9.

Denn Emirates braucht einen Nachfolger für den Airbus A380. Erst kürzlich erklärte Airline-Präsident Tim Clark, dass sowohl Airbus als auch Boeing ihre beiden größten Langstreckenflieger, den A350 und die Boeing 777X, strecken sollten.

Gestreckte Boeing 777X schon seit 2016 im Gespräch –Emirates will sie jetzt

Die Idee einer gestreckten Boeing 777X gibt es schon länger. Schon 2016 sondierte Boeing bei mehreren Airlines, ob eine größere Version der 777X eine Chance hätte. Damals war die Motivation klar: Ein Gegengewicht zum Airbus A380 schaffen. Die damals angedachte 777X-10 sollte vier zusätzliche Reihen gegenüber der 777X-9 erhalten und damit etwa 450 bis 460 Fluggäste aufnehmen. Größer wäre sie also geworden, aber immer noch deutlich unterhalb des A380, der je nach Kabine zwischen gut 400 und über 600 Sitze bietet.

Gleichzeitig war der Bedarf lange schwer einzuschätzen. Der A380 verkaufte sich schlecht, die Boeing 747-8 noch schlechter. Gespräche mit Fluggesellschaft, darunter schon damals Emirates, verliefen im Sand. Die 777-9 blieb das Flaggschiff des Programms, das Vorhaben einer 777-10 geriet zur Randnotiz. Bis jetzt.

So sieht Emirates' gesamtes Auftragsbuch bei Boeing nun aus

Mit der neuen Order wächst das Boeing-Auftragsbuch der Airline auf insgesamt 315 Flugzeuge an: 270 Exemplare der 777X-Familie, zehn 777-Frachter und 35 Boeing 787. Die ersten 777-9 erwartet die Fluggesellschaft aus Dubai ab dem zweiten Quartal 2027.

Seit Jahrzehnten gehört Emirates zu den wichtigsten Boeing-777-Kunden weltweit. Heute fliegt sie bereits 119 Boeing 777-300 ER, zehn 777-200 LR und elf 777-Frachter, zusammen 140 Maschinen. Mit der neuen Order bleibt der Konzern der größte Betreiber des Typs.

Schön, dass Sie hier sind! Unsere Redaktion kennt die Branche, ihre Akteure und Zahlen – seit vielen Jahren. Wenn Sie uns unterstützen wollen, zahlen Sie weniger als für ein Getränk am Flughafen. Zudem lesen Sie werbefrei und stärken die unabhängige Berichterstattung. Jeder Beitrag zählt. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

Emirates hat insgesamt 35 Dreamliner bestellt: Nun könnte die Order wackeln.

Emirates könnte gesamte Dreamliner-Bestellung in eine für zusätzliche Boeing 777X umwandeln

ticker-emirates

Emirates will Geschäft mit Medizintourismus ausbauen

ticker-emirates

Emirates baut Partnerschaften aus

ticker-emirates

Emirates und Kuwait Airways planen gegenseitiges Codeshare

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier