Emirates-Präsident Tim Clark kündigte kürzlich an, die ersten zehn Boeing 777X, die für seine Airline vorgesehen waren, nicht zu übernehmen. Die früh produzierten Flugzeuge erforderten derart umfangreiche Anpassungen, dass sie nicht mehr für den Einsatz im Passagierverkehr geeignet seien, sagte Clark. Das Design des neuen Flugzeugmodells habe seit der Lancierung einfach zu viele große Änderungen erfahren, so der Emirates-Präsident.
Boeing versuche, einen Abnehmer für die Flugzeuge zu finden, sagte Clark. Und scherzhaft fügte hinzu: «Heinz wäre interessiert - für Baked-Beans-Dosen». Übersetzt: Die zehn 777X taugten vielleicht noch als Blech für Dosen. Nun gibt es aber Spekulationen über einen anderen potenziellen Abnehmer - und zwar eine Fluggesellschaft aus den USA.
Hofft United Airlines auf Boeing-777X-Schnäppchen?
Unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen schreibt das Portal Leeham News, United Airlines könnte sogar an 20 der frühen Boeing 777X. interessiert sein. United sei dafür bekannt, Schwächen im Produktportfolio von Boeing zu nutzen. «Die letzten vom Band gelaufenen 777-300 ER wurden für einen (nicht offiziell bestätigten) Preis von 110 bis 120 Millionen US-Dollar an United verkauft, da Boeing diese Verkäufe benötigte, um die Produktionslücke zwischen der alten und der neuen 777-Generation zu überbrücken», schreibt Leeham. Die Fluggesellschaft selbst hat sich bisher nicht dazu geäußert.
Bislang gehört United nicht zu den bekannten Kunden der Boeing 777X. Allerdings betreibt die auf der Langstrecke eine reine Boeing-Flotte, die aus 777 und 787 besteht.