Die amerikanische Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration sieht sich nicht als Bremsklotz bei der Zertifizierung weiterer Varianten der Boeing 737 Max. Behördenchef Bryan Bedford machte deutlich, dass die Verantwortung für die ausstehenden Freigaben bei Boeing selbst liege.
Die FAA habe erhebliche Ressourcen eingesetzt, um den Hersteller bei der Zulassung der 737 Max 7 und der größeren 737 Max 10 zu unterstützen, sagte Bedford am Rande eines Auftritts in Washington laut der Nachrichtenagentur Reuters. «Wir können nur helfen, sie dorthin zu bringen – aber die Arbeit müssen sie selbst machen», sagte Bedford. «Ich glaube nicht, dass die FAA das Hindernis bei der Zertifizierung der 7 und der -10 ist.»
Boeing 737 Max 10 im Fokus
Gerade die Boeing Max 10 steht dabei besonders im Fokus. Während die jahrelang verspätete Boeing 777X zuletzt im Zentrum der Aufmerksamkeit stand, warten auch die kleinste und die größte Variante der Max-Familie weiterhin auf grünes Licht der FAA. Boeing arbeitet auf eine Zertifizierung hin, während die Behörde derzeit das von Boeing vorgeschlagene erweiterte Warnsystem für die Boeing 737 Max 10 prüft.
Zweite Flugtestphase der Boeing 737 Max 10 gestartet
Boeing sammelt derzeit weitere Nachweise für die Zulassung. Anfang Januar startete der Hersteller die zweite große Flugtestphase der Max-10, nachdem die FAA kurz vor Weihnachten die entsprechende Genehmigung erteilt hatte. Die FAA wiederum betont, sie begleite diesen Prozess eng, wolle aber nicht länger als verantwortlich für Verzögerungen gelten, die aus Sicht der Behörde beim Hersteller selbst liegen.
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