Yak-40 von Vologda: Die größte Betreiberin.

Mangels AlternativenBetagte Yakovlev Yak-40 müssen in Russland noch ein Jahrzehnt länger fliegen

Nicht nur Flugzeuge von Antonov sollen in Russland künftig bis zu 60 Jahre fliegen dürfen. Yakovlev beantragt dies nun auch für die Yak-40. Grund ist das Fehlen moderner Regionalflugzeuge.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
logo aerotelegraph rund

Journalist:in Militärluftfahrt und Verteidigung

Medien
aeroTELEGRAPH
Top jobs
Home Office
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Im März wurde bekannt: Aufgrund des Mangels an neuen Regionalflugzeugen sollen Antonov An-26 in Russland künftig bis zu 60 Jahre lang betrieben werden dürfen. Bisher hatte als maximale Einnsatzzeit die Grenze von 50 Jahren gegolten.

Jetzt folgt das nächste Modell: Wie die Zeitung Vedomosti berichtet, möchte Hersteller Yakovlev die Nutzungsdauer von Yak-40 ebenfalls von 50 auf 60 Jahre erhöhen lassen. Das will er in Kürze bei der Luftfahrtbehörde Rosaviatsiya beantragen, wie sowohl Yakovlev als auch die Behörde gegenüber der Zeitung bestätigten. Gibt es bei der Prüfung grünes Licht, könnte eine Genehmigung bis Ende des Jahres erfolgen, so ein Rosaviatsiya-Vertreter.

Diese Airlines fliegen mit Yak-40

Die Yakovlev Yak-40 ist ein dreistrahliger Tiefdecker, der von 1967 bis 1981 gebaut wurde. Es entstanden mehr als 1000 Exemplare. Aktuell sind zwar laut Behördenangaben nur noch 15 der Flieger in Russland aktiv, alle mit Baujahren in den 1970er-Jahren. Sie bedienen jedoch teilweise wichtige Routen im Nordwesten und Fernen Osten des Landes, etwa auf der Halbinsel Kamtschatka.

Die Flugzeuge gehören dem Bericht zufolge zu den Flotten von Vologda Aviation (sechs Exemplare), Kamchatka Air (vier), Aero Bratsk (zwei) und Krasavia (eins). Hinzu kommen zwei Regierungsflieger.

Russische Alternativen verspätet

Vologda Aviation setzt die Yak-40 unter anderem auf regelmäßigen Flügen von Vologda nach Moskau, St. Petersburg und Veliky Ustyug ein. Kamchatka Air führt damit Charterflügen durch sowie auch Linienflüge, etwa von Petropawlowsk-Kamtschatski nach Magadan

Laut Vedomosti ist die Verlängerung der Nutzungsdauer nicht nur für die Yak-40 und die An-26 geplant, sondern auch für die An-24. Der Grund: Westliche Regionalflugzeuge sowie Ersatzteile dafür sind aufgrund der westlichen Sanktionen gegen Russland nicht zu haben. Russische Alternativen wie die TVRS-44 Ladoga oder Il-114-300 sind aufgrund von Verzögerungen noch nicht startklar.

Mehr zum Thema

Russland verlängert die Nutzungsdauer der Antonov An-26 auf 60 Jahre

Russland verlängert die Nutzungsdauer der Antonov An-26 auf 60 Jahre

Antonov An-26 von Krasavia: Mängel an zwei der Flugzeuge gefunden.

Die Antonov An-26 hat ein Rostproblem

Aviakor-Werk in Samara: Besichtigung des ersten Ladoga-Rumpfes.

Russland stellt ersten Rumpf für neue Turboprop Ladoga fertig

nordatlantik

Russische Raketen-Warnung sorgt für Stress auf Flügen zwischen Europa und Nordamerika

Video

Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
In Los Angeles tauchte erstmals seit Langem wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack