Die letzte für Passagierflüge zugelassene Lockheed L-1049: Reparatur kostet Millionen.

Lockheed L-1049 defektAuch der Super Constellation droht das Grounding

Schlechte Nachrichten für den Verein, der die letzte für Passagierflüge zugelassene Super Constellation betreibt. Die Flügel müssen generalüberholt werden.

Top-Jobs

Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Ende November 2018 kam die erste Hiobsbotschaft: An der Flügelvorderkante entdeckten die Fachleute der Super Constellation Flyers Association Absplitterungen. Jetzt gibt es eine zweite schlechte Nachricht. Die Tragflächen des letzten Exemplars einer Lockheed L-1049, das Passagiere mitführen darf, müssen abgenommen und völlig auseinandergebaut werden. Das wird für den Schweizer Verein richtig teuer.

Wie er in einem heute an die Mitglieder verschickten Brief schreibt, wird die Sanierung voraussichtlich vier Jahre dauern und bis zu 20 Millionen Franken kosten, umgerechnet 17,6 Millionen Euro. 10 Millionen wird alleine die Flügelsanierung verschlingen. Hinzu kommen weitere 10 Millionen für Mechanikerlöhne, Hangarmiete für vier Jahre, Verwaltung und eine Reserve für Unvorhergesehenes. Der gesamte Betrag müsse vor Beginn der Renovierung der Super Constellation sichergestellt sein, ein Abbruch der Sanierungsarbeiten sei nicht denkbar, heißt es im Schreiben des Fördervereins.

Verschrotten? Keine Option

Bei der Super Constellation Flyers Association herrscht darum Alarmstimmung. Der Vorstand gibt sich für das scheinbar aussichtslose Unterfangen drei Monate Zeit und schreibt Donatoren, Mäzene und Investoren an. Auch an ein weltweitweites Crowdfunding wird gedacht. Ein Verkauf der Super Constellation wäre aussichtslos. Wer will schon einen Flieger, bei dem man erst mal 20 Millionen in die Hand nehmen muss? Verschenken oder verschrotten wären ebenfalls keine Optionen, findet die Super Constellation Flyers Association. Alle bisherigen Investitionen, Arbeiten und das ganze vergossene Herzblut wären für die Katz.

Die HB-RSC ist die letzte Super Constellation weltweit, die noch Passagiere transportieren darf. «Den ganzen Aufwand betreiben wir, weil wir wieder die Zulassung für 35 Passagiere erhalten wollen» sagt Connie-Mitbesitzer Marcel Tschudin. Der Verein Super Constellation Flyers Association arbeitet jedoch bereits an einem Plan B, an einem Aviatik-Museum oder -Themenpark. Dort könnte dereinst die fliegende Legende das Herzstück darstellen.

Oder ein Museum?

Das Problem: Der Flieger steht in Zürich, und selbst ein einfacher (letzter) Überführungsflug nach Basel dürfte, je nach Auflagen der schweizerischen Luftfahrtbehörde Bundesamt für Zivilluftfahrt, 1,5 bis 4 Millionen kosten. Selbst ein Straßentransport würde Unsummen verschlingen, sagt Tschudin. Um das Museumsprojekt voranzutreiben, bildete der Verein Aviatik-Museum kürzlich eine Task Force mit Crossair-Gründer Moritz Suter und Paul Rhinow, früherer Direktor des Euro Airport Basel/Mulhouse/Freiburg.

Ein Projekt der Lufthansa, eine alte Superconnie in den USA wieder zusammenzubauen und zu einer modernen Propellermaschine zusammenzubauen, wurde im Herbst 2018 fallen gelassen. Grund: Die Kosten liefen aus dem Ruder. Fachleute schätzen den bisherigen Aufwand auf rund 100 Millionen Dollar. Eine flugfähige Super Constellation ohne Passagier-Bewilligung existiert noch in den USA. Eine weitere flog in Australien dem Vernehmen nach bis 2017, steht jetzt aber im Flugzeugmuseum Albion Park/Sydney am Boden.

Acht Jahre lang produziert

Die Super Constellation hatte ihren Erstflug 1950. Produziert wurde sie von Lockheed bis 1958. In dieser Zeit wurden 579 Exemplare hergestellt.

Mehr zum Thema

ticker-schweiz

Schweizer Flugshow: Dittinger Flugtage finden im August 2027 statt

ticker-schweiz

Schweiz: Studie im Auftrag des Bazl zeigt volkswirtschaftliche Bedeutung der Zivilluftfahrt

Temporärer Tower in Davos: Außen schlicht, innen hoch spezialisiert.

WG-Leben, Container-Tower, Hochdruck: So arbeitet Skyguide während des WEF in Davos

ticker-schweiz

Schweiz übernimmt Tankering-Regeln der EU

Video

Bildschirmfoto 2026-02-16 um 095023
Nach 16 Jahren im Dienst hat der Flugzeugbauer sein letztes Dreamliner-Testflugzeug ausgemustert. Die Boeing 787-8 sollte ursprünglich einen anderen Zweck bekommen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Boeing 777 von Latam: Kurz danach wurde der Start abgebrochen.
Kurz vor dem Abheben entschied sich die Crew eines Fluges von Latam zum Startabbruch. Die Boeing 777-300 ER kam erst am Ende der 3700 Meter langen Piste von São Paulo-Guarulhos zum Stehen. Erfolgte der Abbruch zu spät?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies