Schweiz wird nicht mehr alle Luftfahrt-Zwischenfälle ausführlich untersuchen

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Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle Sust ändert ihr Vorgehen bei der Untersuchung von Unfällen und schweren Vorfällen. Hintergrund ist, dass in den vergangenen Jahren zahlreiche Ermittlungen nicht fristgerecht abgeschlossen werden konnten und dadurch an präventiver Wirkung verloren. Künftig will die Behörde die einzelnen Untersuchungen stärker priorisieren.

Maßgeblich dafür ist gemäß Sust das zu erwartende Präventionspotenzial eines Ereignisses, das Umfang und Tiefe der Untersuchung sowie des Berichts bestimmen soll. Unfälle und schwere Vorfälle werden weiterhin zwingend untersucht, mindestens in Form einer Voruntersuchung mit einer zeitnah veröffentlichten Sachverhaltsdarstellung im Präventions-Bulletin.

Bei Ereignissen mit hohem Präventionspotenzial wird wie bisher eine vollständige Untersuchung nach den geltenden Vorschriften eröffnet. Laufende Verfahren sollen regelmäßig überprüft und gegebenenfalls frühzeitig abgeschlossen werden, wenn bereits eine ausreichende präventive Wirkung erzielt ist. Ziel ist es, den Großteil der Untersuchungen künftig rechtzeitig abzuschließen.

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