Blick aus einer ATR: Dank Stol-Eigenschaften werden neue Routen möglich.

ATR 42-600SATR will mit neuem Modell durchstarten

Der französisch-italienische Hersteller hat erste Kunden für sein neues Schnellstarter-Modell gefunden. Die ATR 42-600S hat Stol-Eigenschaften und erreicht Hunderte neue Flughäfen.

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Alle acht Minuten startet irgendwo auf der Welt eine ATR. Mehr als 1500 Flugzeuge hat der französisch-italienische Hersteller Avions de transport régional oder Aerei da Trasporto Regionale seit seiner Gründung 1981 schon gebaut. Und es sollen noch viel mehr werden. Ein Weg dahin: Ein neues Modell entwickeln, das auch auf Flughäfen eingesetzt werden kann, welche die ATR bisher nicht ansteuern können.

Die Ingenieure von ATR beschäftigten sich deshalb schon vor einiger Zeit mit der Möglichkeit, eine Stol-Version zu bauen. Stol ist die Abkürzung von Short Take-Off and Landing und bedeutet, dass solche Flieger auch auf sehr kurzen Pisten eingesetzt werden können. Das Resultat der Bemühungen ist die ATR 42-600S. Die Turbopropmaschine kann auf einer Startbahn abheben, die nur 800 Meter lang ist. Die normale Variante braucht mindestens 1050 Meter.

Erstkunde für ATR 42-600S aus Irland

Nur war das Interesse an der ATR 42-600S bislang beschränkt. Jetzt aber hat der Hersteller gleich drei Käufer für das neue Modell gewinnen können. Erstkunde ist die irische Leasingfirma Elix Aviation Capital, die sich auf Turbopropmaschinen spezialisiert. Sie hat am Mittwoch (19. Juni) bei der Pariser Luftfahrtmesse eine Absichtserklärung zum Kauf von zehn ATR 42-600S unterzeichnet. Die Flieger sollen ab 2022 geliefert werden.

Neben Elix setzt auch Air Tahiti auf die neue ATR 42-600. Die polynesische Fluggesellschaft möchte damit herausfordernde Flughäfen wie Ua Pou oder Ua Huka anfliegen. Bisher erreichte sie diese nur mit 30-Sitzern. Nun kann sie um die 50 Plätze pro Flug anbieten.

Wenig Anpassungen nötig

Um die ATR 42-600S zu bauen, muss die klassische ATR 42 nur wenig abgewandelt werden - anders als zuerst vorgesehen war. So können der gleiche Rumpf und auch das gleiche Bremssystem verwendet werden. Kleine Anpassungen gibt es am Leitwerk, bei der Brems-Software und bei der Einstellung der Triebwerke beim Start. «Wir haben eine möglichst einfache Vorgehensweise gewählt», so ein Sprecher.

Dank dieser Fähigkeit könne die ATR 42-600S «Hunderte von neuen Flughäfen erreichen», wie er weiter erklärt. Allerdings reichen die 800 Meter der ATR 42-600S nur, wenn sie nicht vollbesetzt ist. Bei der Paris Air Show sprach ATR-Chef Stefano Bortoli von einer Zuladung von 40 Passagieren. Die ATR 42 fasst maximal 50 Reisende. Will eine Fluggesellschaft vollbesetzt mit der Stol-Variante fliegen, braucht die Maschine 900 Meter Piste.

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