Airbus A319 Neo landet: Airbus bietet hat das Flugzeug aus der Verkaufspalette gestrichen.

Nur 57 BestellungenAirbus streicht A319 Neo still und leise aus dem Verkaufsprospekt

Airbus hat nur 57 Bestellungen für den Airbus A319 Neo bekommen. Die Konkurrenz kommt aus den eigenen Reihen. Jetzt zieht Airbus die Konsequenz und bietet den A319 Neo gegenüber Airlines nicht mehr aktiv an.

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Der Airbus A319 ist 3,70 Meter kürzer als sein großer Bruder. Airbus bot das Modell ab Mai 1992 an, und im April 1996 wurde das erste Exemplar an Swissair ausgeliefert. Insgesamt sind 1486 Bestellungen für den Airbus A319 zusammengekommen.

Laut Airbus entfällt knapp ein Fünftel aller Verkäufe der A320-Familie auf den Kurz- und Mittelstreckenjet für bis zu 160 Reisende. Airlines schätzen den Airbus A319 aufgrund seiner höheren Reichweite, seiner Kurzstart- und Landefähigkeiten auf schwierigen Pisten sowie der guten Kompatibilität innerhalb der Airbus-Familie.

Airbus A319 Neo wurde zum Ladenhüter

Vor 16 Jahren kündigte Airbus an, eine New Engine Option (Neo) als bessere, effizientere Triebwerke für die A320-Familienmitglieder Airbus A319, A320 und A321 auf den Markt zu bringen. 2016 wurde der erste Airbus A320 Neo ausgeliefert, ein Jahr später folgte der A321 Neo und erst Ende 2019 schließlich der Airbus A319 Neo. Mittlerweile hat Airbus rund 4640 Flugzeuge der gesamten A320-Neo-Familie ausgeliefert.

Doch während sich die beiden großen Jets, Airbus A320 Neo und Airbus A321 Neo, zu Verkaufsschlagern entwickelten, wurde der Airbus A319 Neo ein Ladenhüter. Bis Ende Mai 2026 kamen gerade einmal 57 feste Bestellungen zusammen. Schon im vergangenem Sommer hat Airbus über ein Ende des Flugzeugs nachgedacht.

Airbus will Airbus A319 Neo auf Nachfrage weiter bauen

Nun zieht Airbus Konsequenzen und bietet den Airbus A319 Neo Fluggesellschaften nicht mehr aktiv an, wie Airbus gegenüber dem Portal Flightglobal bestätigte. Allerdings erklärte Airbus, dass der Airbus A319 Neo auf Anfrage weiterhin gebaut werde, auch, weil er als Businessversion ACJ319 Neo beliebt sei.

Laut Flightglobal basiert die Anfrage auf einer Airbus-Präsentation zur Kurz- und Mittelstrecken-Palette des Herstellers. Darin waren alle Flugzeugtypen vom A220-100 bis zum A321 Neo aufgeführt, nur der A319 Neo fehlte komplett.

Airbus A220-Serie ist Marktführer

Die Präsentation zeigt gleichzeitig den Grund für das Aus des A319 Neo: Mit dem A220 hat Airbus die stärkste Konkurrenz in den eigenen Reihen. Im Segment für Flugzeuge mit 100 bis 160 Sitzplätzen liegt die ehemalige C-Series laut Airbus mit einem Marktanteil von 56 Prozent auf dem Spitzenplatz. Platz zwei geht an die E-Jet-E2-Familie von Embraer mit 26 Prozent, die Boeing 737 Max 7 kommt auf 15 Prozent. Der A319 Neo liegt mit drei Prozent abgeschlagen auf dem letzten Platz.

Mit dem faktischen Aus des A319 schafft Airbus Kapazitäten, um mehr Airbus A320 Neo und A321 Neo produzieren können. Immerhin hat Airbus nach aktuellen Zahlen für die gesamte A320-Neo-Familie noch 7461 offene Bestellungen im Auftragsbestand.

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