Spirit Aero in Belfast: Flügelproduktion für den Airbus A220.

Übernahme von Spirit AerosystemsAirbus kauft sich neue Werke auf drei Kontinenten

Nach monatelangen Verhandlungen ist der Deal perfekt. Der europäische Flugzeugbauer übernimmt mindestens sechs Fabriken von Spirit Aerosystems. Airbus bekommt dafür aber weniger als einst erwartet.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Für Boeing war es überlebensnotwendig. Als Spirit Aerosystems Ende 2024 vor der Insolvenz stand, musste der amerikanische Flugzeugbauer schnell handeln. Er versorgte den Lieferanten mit Liquidität. Und er beschloss, ihn zu übernehmen, um zugleich die Qualität zu verbessern. Das Unternehmen fertigt unter anderem Rumpfsektionen für die 737 und 787 sowie Cockpitsektionen für die meisten Flugzeuge. Im Juli 2025 war die Übernahme dann perfekt.

Die Krise bei Spirit Aerosystems hatte ebenfalls Folgen für Airbus. Denn der amerikanische Konzern beliefert auch den europäischen Flugzeugbauer. Er fertigt unter anderem Teile von Rumpf und Tragflächen des Airbus A350, Flügelteile für den Airbus A320 sowie die Tragflächen für den Airbus A220. Und begannen Verhandlungen über den Verkauf dieser Bereiche. Jetzt wurden die abgeschlossen, wie die Unternehmen am Montag (28. April) bekannt gaben.

Werke von Spirit Aerosystems von Casablanca bis Wichita

Konkret übernimmt Airbus mehrere Werke auf drei Kontinenten. Der europäische Flugzeugbauer verleibt sich die Standorte Kinston in North Carolina in den USA ein (A350-Rumpfsektionen), in St. Nazaire in Frankreich (A350-Rumpfsektionen), in Casablanca in Marokko (A321- und A220-Komponenten), in Wichita in den USA (A220-Pylonen) und in Belfast (A220-Tragflächen).

Im Werk in Nordirland werden auch mittlere Rumpfsektionen für den A220 hergestellt. Auch diesen Bereich übernimmt Airbus, falls es Spirit Aerosystems nicht gelingt, einen Käufer dafür zu finden. Die Europäer erhalten insgesamt 439 Millionen Dollar von Spirit als Entschädigung für die nötig gewordene Übernahme - rund 120 Millionen weniger als ursprünglich vereinbart.

In Malaysia Produktion für Airbus und Boeing

Airbus wird auch die Produktion von Flügelkomponenten für die A320 und die A350 in Prestwick in Schottland übernehmen. Da laufen aber die Verhandlungen noch. Spirit Aerosystems beabsichtigt zugleich, den Standort in Subang in Malaysia an einen Dritten zu verkaufen. Dort werden Teile für A350 und A220, aber auch diverse Boeing-Jets hergestellt.

Mehr zum Thema

ticker-boeing-1

Wettbewerbsbehörde zwingt Boeing zu weitreichenden Verkäufen von Standorten von Spirit Aerosystems

ticker-spirit-aerosystems

EU gibt Boeing grünes Licht für Rückkauf von Spirit Aerosystems

ticker-boeing-1

Boeing macht EU-Kommision Zugeständnisse für Kauf von Spirit Aerosystems

ticker-boeing-1

Boeing beantragt EU-Freigabe für Spirit-Übernahme

Video

lufthansa erster airbus a350 1000 erstflug 01
Der erste Airbus A350-1000 der deutschen Fluggesellschaft trägt den XXL-Kranich und hat nun erstmals den Boden verlassen. Noch sitzen aber keine Lufthansa-Piloten am Steuer.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die abgestürzte Beechcraft im Maisfeld: Alle vier Personen haben überlebt.
In Wisconsin stürzt ein Kleinflugzeug in ein Maisfeld. Die ersten Helfer kommen nicht über die Straße, sondern mit dem Fallschirm aus einem anderen Flugzeug, das zufällig in der Nähe war.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
dubai vertiport 22
Wie funktioniert ein Verkehrsmittel, das es bislang noch gar nicht im kommerziellen Betrieb gibt? In Dubai laufen die letzten Vorbereitungen für den Start von Flugtaxis. Skyports-Manager Gareth Wilson verrät, warum Passagiere gewogen werden, wie schnell der Check-in ablaufen soll und weshalb das Netz mit nur einem einzigen Evtol startet.
gerard al fil
Gérard Al-Fil