Microsoft Flight Simulator: Für die Navigation interessant

Fliegen lernen am Computer

«Kommen Flugsimulatoren für den PC eigentlich nah an das echte Fliegen heran?», fragt Leser David Nören. Ein Linienpilot antwortet.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Destination Manager (w/m/d)

DERTOUR Destination Services AG
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse / Fluglotsin (w/m/d)

Studium
Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Top jobs
Langen b. Frankfurt
Deutschland
AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Es mag überraschen, aber meine Pilotenkarriere begann mit dem Microsoft Flight Simulator. Welche Version es war, weiß ich nicht mehr. Jedenfalls war es Mitte der Neunzigerjahre. Ich selber hatte keinen Computer, ging aber stets in ein Geschäft, wo man den Flugsimulator gratis bedienen durfte. Unzählige Male war ich dort. Das war so etwas wie «learning by doing». So dauerte es etwa einige Zeit und viele Crashs, bis ich merkte, dass man auf der Taste «G» das Fahrwerk (Gear) einfahren konnte.

Wenige Jahre später, als 16-Jähriger, fing ich dann mit dem Segelfliegen an. Die Flugsimulatoren haben mich aber bis zum Airbus-Rating begleitet. Welche PC-Simulatoren es jetzt auf dem Markt gibt, weiß ich leider nicht. Meines Erachtens sind die Simulatoren aber relativ nützlich. Natürlich ist die Realität etwas anders. Denn Vibrationen, laute Geräusche, die feine Steuerführung und die weiteren Stress-Faktoren sind kaum zu simulieren. Zudem wäre es wohl zu teuer, die extrem komplexen Zusammenhänge der heutigen Flugzeug-Instrumente für den Normalverbraucher zu programmieren. Ein richtiger Airbus A320 Simulator kostet mehrere Millionen Euro.

Navigatorische Elemente interessant

Aber ich fand vor allem die navigatorischen Elemente interessant. Und bei meiner Ausbildung zum Piloten nutzte ich diese einfachen PC-Simulatoren auch, um mich mit dem Cockpit-Layout vertraut zu machen. Dazu lud ich stets den Flugzeugtyp herunter, welchen ich auch in Realität flog. Als ich auf den Airbus kam, habe ich tatsächlich einige Flüge zuerst auf dem Wilco-Zusatzprogramm für den Microsoft Flight Simulator geübt. Die Höhenprofil-Einteilung und die Vertrautheit mit dem Cockpit konnte ich dabei etwas verfeinern. Sie sind also hilfreich, diese Simulatoren. Aber wer einen Simulator bedienen kann, ist noch lange nicht in der Lage, ein Flugzeug in echt zu bedienen.

[image2]Was Sie schon immer übers Fliegen wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten: Ein Pilot einer großen Fluglinie beantwortet exklusiv für aeroTELEGRAPH die Fragen der Leser. Er bleibt dabei anonym, um unabhängig antworten zu können. Schicken Sie uns einfach eine E-Mail an pilot@aerotelegraph.com. Jede Woche wird eine der eingesandten Fragen beantwortet. Dabei wird der Name des Einsenders veröffentlicht. Ein Recht auf Beantwortung besteht nicht.

Mehr zum Thema

Piloten in einem Cockpit: In den USA steht ein Fake-Pilot vor Gericht.

Betrüger erschlich sich als Fake-Pilot Gratis-Tickets und gelangte ins Cockpit

Übermüdete Crews: Bei gewissen Fluggesellschaften zunehmende ein Problem.

Zwischen Verkaufsdruck und Müdigkeit: Alarmierende Befunde zu Cockpit und Kabine

ticker pilot pilotin

Internationaler Verband der Pilotinnen tagt in Reykjavík

Anflug auf Bern: Links der Belpberg, rechts die Landebahn.

Was Pilotinnen und Piloten beim Anflug auf Bern alles beachten müssen

Video

Airbus A400M der Roal Air Force nach der Landung in Jan Mayen: Mit dem Transporter wurden Nato-Kontingente in die Arktis verlegt.
US-Marines, britische Royal Marines und norwegische Soldatinnen und Soldaten üben auf Jan Mayen. Airbus A400 M und Lockheed C-130 brachten für die Manöver neben Truppen auch Material auf die abgelegene Arktisinsel.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Jetblue führt eine neue Business-Class auf Inlandsflügen ein: Blue First soll noch 2026 starten.
Mit Blue First nähert sich die US-Airline immer mehr der Konkurrenz an. Die neue Kabine von Jetblue bietet eine Business Class im Inland mit breiten Sesseln, eigenem Cocktail-Menü und Bento-Box.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Kabine des Airbus A321 XLR von United: Bald nach Toulouse unterwegs.
Lufthansa sorgt mit Flug LH2222 nach Toulouse seit Jahren für unterhaltsame Ansagen. Nun greift United Airlines die Idee auf: Die neue Verbindung von Washington nach Toulouse bekommt ausgerechnet die Flugnummer UA222.
Laura Frommberg
Laura Frommberg