So könnte das neue Terminal  vom Gelephu Mindfulness City aussehen.

BhutanFlughafen von Bhutans Achtsamkeits-Hauptstadt soll Airbus A380 aufnehmen können

In Bhutan entsteht mit der Gelephu Mindfulness City die Stadt der Zukunft, im Einklang mit Mensch und Natur. Auch ein neuer Flughafen gehört dazu.

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Mitten im Himalaja liegt Bhutan. Das Königreich ist in vielerlei Hinsicht ein besonderes Land: Es ist der einzige Staat der Erde, der mehr Kohlendioxid aus der Atmosphäre aufnimmt, als er ausstößt, dank strenger Umweltauflagen. Mindestens zwei Drittel der Landesfläche, die etwa der Größe der Schweiz entspricht, müssen bewaldet sein, und Energie wird fast ausschließlich durch Wasserkraft erzeugt.

Zudem misst das Königreich den gesellschaftlichen Wohlstand nicht allein an der Wirtschaftsleistung, sondern auch am eigens entwickelten Gross National Happiness Index (GNH), der das Bruttonationalglück angibt. Dazu werden alle paar Jahre stichprobenartig Teile der Bevölkerung befragt. Die Grundwerte sind unter anderem psychisches Wohlbefinden, Gesundheit, Bildung, Gemeinschaftsvitalität und kulturelle Vielfalt.

Bewohnbare Brücken als Herzstück

Jetzt meint es Bhutan wirklich ernst. An der südlichen Grenze Bhutans zu Indien plant das Königreich die Hauptstadt der Achtsamkeit. Ende Januar wurden die Pläne für die «Gelephu Mindfulness City» vorgestellt. Die neue Stadt soll mit einer Fläche von 1.000 Quadratkilometern etwa 2,5 Prozent der gesamten Landesfläche einnehmen und den Städtebau revolutionieren, ähnlich wie «Neom» in Saudi-Arabien.

Entstehen sollen in der Sonderverwaltungszone niedrige bis mittelhohe Gebäude, die um eine Reihe von bewohnbaren Brücken herum gebaut werden. Jede Brücke soll die wichtigsten Einrichtungen der Stadt beherbergen, darunter eine Universität, eine Gesundheitseinrichtung für fernöstliche und westliche Medizin, ein hydroponisches Gewächshaus und einen internationalen Flughafen.

Flughafenbau hat begonnen

Der Bau des Flughafens hat bereits begonnen. Im Dezember fand die feierliche Grundsteinlegung statt. Seitdem wurden die umliegenden Wälder gerodet. Geplant ist der Bau einer neuen 3.000 Meter langen Start- und Landebahn, die etwa 50 bis 60 Meter südlich der derzeitigen Piste liegt. Später soll die Piste auf 3500 Meter oder auch 4000 Meter verlängert werden, damit auch ein Airbus A380 landen kann.

Dazu müssen zwei Flüsse überbrückt werden. Eine große Herausforderung wird es sein, die Steigung der Piste zu beseitigen, die aktuell bei 2,3 Prozent liegt, während der internationale Standard bei einem Prozent liegt. Die aktuelle Piste ist nur 1500 Meter lang.

Terminal aus Holz

Entworfen werden soll das neue Terminalgebäude von einem Team des dänischen Nachhaltigkeitsarchitekten Bjarke Ingels, dessen Büro auch alle anderen Gebäude entworfen hat. Das Terminal soll komplett aus Holz sein. Weitere Details sind bisher über das Flughafenprojekt nicht bekannt. Erst wenn die Entwürfe fertig sind, werden die endgültigen Kosten des Flughafens feststehen. Schätzungen gehen von vier bis fünf Milliarden Dollar aus.

Am 22. Juli hat Drukair, die nationale Fluglinie Bhutans, drei Airbus A320 Neo und zwei A321 XLR gekauft. Die neuen Flugzeuge sollen voraussichtlich ab 2030 ausgeliefert werden und sowohl vom Flughafen Paro als auch vom neuen Flughafen in Gelephu Mindfulness City (GMC) eingesetzt werden.

Zeitplan unklar

Einen festen Zeitplan für die Fertigstellung gibt es derzeit noch nicht. Das hänge von der Geschäftsentwicklung ab, heißt es.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie die Bilder der künftigen Stadt und des Flughafens. Ein Klick aufs Foto öffnet die Galerie im Großformat.

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