Tower am Flughafen München: Bekommt Kameras.

Test am DrehkreuzFlughafen München bekommt virtuellen Kontrollturm

Bisher werden nur kleinere, übersichtliche Flughäfen mit einem virtuellen Tower kontrolliert. Jetzt soll am Flughafen München eine neue Ära eingeläutet werden.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Einst war es eine kühne Zukunftsvision, heute ist es an einigen Flughäfen schon Realität: Sie werden nicht mehr vom echtem Kontrollturm aus kontrolliert, sondern von virtuellen Systemen mit Kameras und Bildschirmen. So sind etwa für die Flughäfen Saarbrücken und Erfurt/Weimar Fluglotsinnen und -lotsen zuständig, die im DFS Remote Tower Center der Deutschen Flugsicherung DFS in Leipzig sitzen. Bisher gibt es das nur an kleinen Airports.

Das soll sich nun ändern. Denn am Flughafen München, dem zweitgrößten Airport Deutschlands, wird ein System zur Validierung eines virtuellen Towers eingerichtet. «Damit soll das mögliche Potenzial solcher Lösungen für Hub-Flughäfen ermittelt und zur Einsatzreife gebracht werden», erklärt die DFS-Tochter DFS Aviation Services. Das System soll bei komplexen Betriebsabläufen getestet werden, einschließlich gemischten An- und Abflüge und unabhängigem parallelem Pistenbetrieb. Dafür eignet sich München.

Interimslösung bei Münchener Sanierung

Die Ausschreibung für diesen Auftrag, die aus dem Jahr 2023 stammt, hat das Unternehmen Frequentis DFS Aerosense aus Wien gewonnen, ein Gemeinschaftsunternehmen von DFS und der österreichischen Firma Frequentis. Es wird die Arbeitsumgebung des virtuellen Towers in der DFS-Niederlassung München unterbringen. Auf dem bestehenden Flughafentower werden 360-Grad-Panoramakameras sowie Schwenk-, Neige- und Zoom-Kameras installiert. Sie übertragen die Informationen auf hochauflösende Bildschirme in der DFS-Niederlassung, welche die Sicht aus dem Tower bestmöglich ersetzen sollen.

Demo-Version eines Remote Virtual Tower. Bild: Frequentis DFS Aerosense.

In einer ersten Projektphase wird das Potenzial und die Einsatzfähigkeit des virtuellen Towers für größere Flughäfen wie München ermittelt - sowohl aus operationeller als auch aus technischer Sicht. «Im Anschluss daran können konkrete Anwendungsfälle definiert werden, wie beispielsweise die Einrichtung eines virtuellen Towers als Interimssystem während der in den kommenden Jahren notwendigen Sanierung des Flugsicherungstowers am Münchener Flughafen», so DFS Aviation Services. 2025 sollen die Ergebnisse vorliegen.

«Meilenstein für Digitalisierung der Flugsicherung»

«Mit dem virtuellen Tower am Flughafen München, einer wichtigen internationalen Drehscheibe für den Flugverkehr, wollen wir deren mögliches Potenzial ermitteln mit der Chance, einen weiteren Schritt hin zu mehr Digitalisierung in der Flugsicherungswelt zu gehen», sagt Arndt Schoenemann, Vorsitzender der Geschäftsführung der DFS. Frequentis-Chef Norbert Haslacher spricht von einem «Meilenstein für die Digitalisierung der Flugsicherung» und erklärt, er erhoffe sich «verschiedenste Anwendungsmöglichkeiten».

Mehr zum Thema

Der Flughafen Genf sicher sich eine 3+.

Flughafen Genf bekommt einen virtuellen Kontrollturm

Wenn der Lotse nur Bildschirme sieht: Technologie der Zukunft.

Die Lotsen für Saarbrücken sitzen in Leipzig

London City Airport: So stellt der Flughafen sein Tower-Projekt vor.

London City Airport bekommt digitalen Tower

Grünes Licht aus einem Tower: Lichtsignale können den Funk ersetzen.

Tower half Pilot in Bern mit der Lichtpistole bei der Landung

Video

Die brennende General Dynamics F-16 in Zakynthos: Der Pilot blieb unverletzt.
Nach einem Defekt am Fahrwerk musste eine General Dynamics F-16 der griechischen Luftwaffe auf der Insel Zakynthos notlanden. Der Pilot blieb unverletzt, doch der Kampfjet fing Feuer. Der Flughafen musste geschlossen werden.
Redaktion
starlux airlines silberner airbus a350 1000
Die Fluglinie aus Taiwan bekommt einen Airbus A350-1000 in silberner und einen in goldener Sonderlackierung. Den ersten der beiden Jets brachte der Starlux-Chef selbst nach Taipei.
Timo Nowack
Timo Nowack
cessna usa 250
Manchmal zeichnet ein Flugzeug mit seinem Flugverlauf ein Herz oder einen einfachen Schriftzug an den Himmel. Zum 250. Am Unabhängigkeitstag der USA hat eine Cessna R182 nun auch so etwas getan - aber auf einem anderen Level.
Timo Nowack
Timo Nowack