Umleitungen und AusfälleStromausfall legt London-Heathrow lahm - am Abend wieder reduzierter Betrieb

Nichts ging mehr am größten Flughafen Europas: London-Heathrow leidet am Freitag unter einem massiven Stromausfall. Bis zu 1300 Starts und Landungen dürften ausfallen.

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Es sah aus, als könnte London-Heathrow am Freitag (21. März) keinen einzigen Flug abfertigen. Der größte Flughafen Europas bleibe den ganzen Tag geschlossen, teilte er am frühen Morgen auf seiner Internetseite mit. Der Grund: ein Brand in einem nahe gelegenen Umspannwerk.

Die Feuerwehr war mit zehn Löschfahrzeugen vor Ort, Tausende Menschen waren ohne Strom. Auch der Flughafen stand ohne Stromversorgung da. «Während die Feuerwehr auf den Vorfall reagiert, haben wir keine Klarheit darüber, wann die Stromversorgung zuverlässig wiederhergestellt werden kann», so der Airport am Morgen.

Auf keinen Fall zum Flughafen reisen

«Um die Sicherheit unserer Fluggäste sowie Kolleginnen und Kollegen zu gewährleisten, haben wir keine andere Wahl, als Heathrow bis 23:59 Uhr am 21. März 2025 zu schließen.» Reisende sollten auf keinen Fall zum Flughafen reisen, solange dieser geschlossen sei. Man rechne auch in den kommenden Tagen mit «erheblichen Beeinträchtigungen». Rund 120 Flüge, die sich auf dem Weg nach Heathrow befunden hatten, mussten umgeleitet werden.

Eigentlich startet die geschäftige Zeit am Flughafen gegen 5 Uhr Morgens. Rund 1300 Starts und Landungen zählt Heathrow an einem normalen Tag. Er ist ein wichtiges internationales Drehkreuz. Laut dem Datenanbieter Cirium sind rund 145.000 Passagierinnen und Passagiere betroffen.

Wie stark welche Airline betroffen ist

Cirium analysierte auch, welche Airline am Freitag wie viele Flüge nach London-Heathrow geplant hatte. Klare Nummer eins ist die heimische British Airways mit 341 Flügen und fast 68.000 Sitzen. Es folgen Virgin Atlantic mit 31 Flügen nach Heathrow, Lufthansa mit 21 Flügen, American Airlines mit 20 und Aer Lingus mit 19.

Der Datenanbieter zeigt zudem, welche Flüge bereits nach London-Heathrow unterwegs waren und umgeleitet werden mussten - manchen zu anderen Flughäfen, manche zurück zum Startpunkt. Dabei waren American Airlines mit elf und United Airlines mit acht Umleitungen am stärksten betroffen. Aber auch Flugzeuge von Air Canada, Air India, Jetblue, British Airways, Delta Air Lines, Japan Airlines, Qantas und Virgin Atlantic waren schon unterwegs und mussten umplanen.

Vorsichtige Entwarnung am späten Nachmittag

Lufthansa-Group-Tochter Swiss teilte mit, sie annulliere sämtliche Flüge von Zürich und Genf nach London-Heathrow für Freitag. «Es handelt sich um insgesamt 10 Flüge ab und nach Genf mit 944 gebuchten Fluggästen und 14 Flüge ab und nach Zürich mit 1969 gebuchten Fluggästen.» Vorsorglich habe man zudem sämtliche Flüge ab der Schweiz nach und von Heathrow für Samstag (22. März) für den Verkauf geschlossen.

Am späten Freitagnachmittag gab der Flughafen dann zumindest eine vorsichtige Entwarnung: «Nach einem früheren Stromausfall kann Heathrow den Flugbetrieb nun wieder sicher aufnehmen», schrieb der Airport. «Heathrow wird einen reduzierten Betrieb durchführen, wobei die Neuverteilung und Verlegung von Flugzeugen im Vordergrund steht.» Für Fluggäste gelte: «Bitte reisen Sie nicht zum Flughafen, es sei denn, Ihre Fluggesellschaft hat Ihnen dazu geraten.» Man hoffe, am Samstag wieder voll einsatzfähig zu sein.

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