Terminal von Viracopos: bis zu 40 Jahre für die Lizenz.

Run auf Brasiliens Flughäfen

Die brasilianische Regierung privatisiert drei große Airports: Brasília, Guarulhos und Viracopos. Auch ausländische Firmen dürfen mitbieten.

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Es sind keine Leichtgewichte, welche Brasilien am 22. Dezember in private Hände übergibt. Die Flughäfen von Brasília, São Paulo Guarulhos und Campinas Viracopos kommen für 30 Prozent des Passagieraufkommens, 57 Prozent des Frachtvolumens und 19 Prozent aller Flugbewegungen des größten Landes Südamerikas auf. Und nun werden sie privatisiert. Oder um genau zu sein - die Lizenzen zum Betrieb werden erstmals in der Geschichte des Landes nicht mehr in Staatshänden sein. Die nationale Flughafenbetreibergesellschaft Infraero wird künftig nur noch 49 Prozent der Aktien halten. Die Mehrheit wird privaten Unternehmen gehören.

Die Regierung in Brasilia entschied sich für die Privatisierung, weil die Flughäfen in den kommenden Jahren Milliarden benötigen, um sich zu modernisieren und mit dem Wachstum mitzuhalten. Rund 40 Prozent betrug das Wachstum des Passagieraufkommens zwischen 2003 und 2010 weltweit. In Brasilien betrug es beinahe 120 Prozent. Und so wird es weitergehen, erwarten Experten. «Der Privatsektor soll teilweise verantwortlich für die Modernisierung der Flughafeninfrastruktur unseres Landes sein», kommentierte Präsidentin Dilma Rouseff kürzlich an einer Konferenz.

Lange Laufzeiten

Zeit für Investitionen bleibt den neuen Betreibern allemal. «Wir setzen bei einigen Flughäfen einen Zeithorizont bis 2041», sagt Rouseff. Die Lizenz für Guarulhos wird 20 Jahre laufen, 25 Jahre die für Brasília und bei Viracopos sind es 30 Jahre. Sie können einmal um fünf Jahre verlängert werden. Der Mindestpreis beträgt im Falle von Guarulhos 2,3 Milliarden Real (1,0 Milliarden Euro/1,2 Milliarden Franken), für Viracopos sind es 820 Millionen Real und für Brasilia 75 Millionen.

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